während viele professoren keine assistenten haben, hatte ich schon als student 2, die ich aus eigener tasche bezahlte und die vor allem als kopiersklaven fungierten. 1 davon war damals noch in der schule. Inzw. ist sie psychiatrisch tätig und hat mehrere millionen geerbt. Die beweglichen wertsachen ließ sie durch mich schätzen, wofür sie mich ebenso bezahlte wie ich sie damals. Dass sie mich in ihren trennungsprozess von den eher wertlosen sachen hineinzog, war lästig. Fragwürdig war, dass... mehr
schnäppchen (2x verpasst)
vor ca 15 jahren versteigerte ich den nachlass einer bibliothekarin. 1 stammkunde erwarb den inhalt aller 2-3 kellerräume komplett und hatte viel mühe mit der räumung. er fand aber 1 eingewickeltes handgeschriebenes buch um 1780, das amtsblatt einer großstadt mit fahndungen etc. Er bot es mir an für 1 000 €, ohne zu sagen, dass es von mir stammte. es war mir zu teuer. er bekam aber den preis und sein käufer erlöste damit über 10 000€.
Ich spreche sehr selten leseempfehlungen aus, aber das buch von carter-muir (10x bei mir zu haben) ist wunderbar:
„Bücher, die die Welt verändern“ bespricht über 400 bücher ab der gutenbergbibel, die die größte wirkung hatten. Die artikel sind ½ - 3 seiten lang und enthalten viel für mich unerwartetes und unbheckanntes. Auffällig ist, wie oft tübingen vorkommt. Leider ist das buch vergriffen, so dass ich meine zahlreichen korrheckturen nirgends anbringen kann: der dickste hammer ist die behauptung, adolf harnack habe in TÜ studiert. 1 überprüfung meines zweifels beim universitätsarchiv ergab,... mehr
der span. schriftsteller javier marias, der mir mal 1 sehr inhaltsreichen brief geschrieben hat
wg des malers keller-reutlingen, berichtet von seinem besuch in 1 antiquariat, dessen inhaber keines seiner bücher hergab, sondern 1 sammler war, der nur den neid der besitzlosen spüren wollte. bei mir war das nicht.
Als die tochter kaiserin maria theresias, marie antoinette, von wien aufbrach,
um nach paris zu ihrem künftigen gemahl zu gelangen, ludwig xvi, machte sie u.a. halt in donaueschingen, wo fidel schmider, hofbäcker der fürsten von fürstenberg, in donaueschingen ihr "den ersten Mundsemmel" backen durfte. Während die habsburger prinzessin in ihr verderben weiterreiste, machte den bäcker dieser zwischenstopp wohlhabend. Ich besitze sein nachlassinventar im original: er hinterließ neben dem gegenwert von etwa 10 häusern 1 medaille mit dem porträt der unglücklichen marie... mehr
amtl. bheckanntmachungen wie die mir vorliegende vom 2.5.1852
"Die Ehefrau des Kaufmanns Anton Durain von Dorf Kehl wurde wegen Geistesschwäche und Blödsinns entmündigt" wären heute nötiger denn je, sind aber aus datenschutzrechtlichen gründen unüblich geworden
rätsel (schwierigkeitsgrad: heckstrem hoch)
wer verkauft dill, zügel, nägele und ist doch kein kleinkrämer auf dem martinimarkt?
wer verkauft sheckretäre und wird doch nicht wg menschenhandels belangt?
der dresdener maler Artur GLÄSER (geb. um 1890, gest. um 1970)
signierte seine werke oft mit 2 trinkgläsern (also weingläsern mit stiel)! zeichnungen und kalligraphien von ihm bei mir zu haben
gestern war 1 lieber kollege hier, der 1 naturwiss. fachantheckuariat betreibt und zugab,
von den von ihm angebotenen büchern 90% nicht zu verstehen! da hab ich es als generalist leichter und kann das gegenteil behaupten: von den 1 mio hier vorhandenen büchern traue ich mir zu, 90% zu verstehen.
war gerade in 1 sehr gehobenen haus, dessen bewohner so gut wie ausgezogen sind.
an den wänden noch die schatten der abgehängten bilder und entfernten möbel, entstanden aus dem zusammenwirken von licht und staub. ich rege an, die wandtapete abzutragen. was für 1 bild für die menschliche hecksistenz: es bleiben nur 1 paar schemenhafte ränder von den meisten übrig.
buch mit aufdruck "unverkäufliches eigentum der bibliothek august scherl", bücher aus d. bibl. v. erna oppenheimer, brief von mehr...
buch aus d. bibl. v. emil Stössl (jude aus klagenfurt?), buch m. exlibris v. ALOYS EDGAR rauchenegger für Ernst Jacob, briefkarte von mehr...