soeben erhielt ich einen brief von 1870 an den damaligen rössle-wirt von isingen. der heutige rössle-wirt von isingen ist ein kunde von mir und will das rare dokument haben.
will nicht haben
soeben erhielt ich einen kaufvertrag von 1793 eines - nennen wir ihn mal - sebastian saile aus neufra. im telefonbuch steht auch heute noch ein mann desselben namens. obwohl er mit mir übereinstimmt, dass valentin saile ein vorfahr von ihm ist, will er das über 200 jahre alte dokument der eigenenen familiengeschichte nicht erwerben (für 75 €) - mir unbegreiflich.
ein leidenschaftlicher gebildeter sammler und lieber kunde fragte mich soeben hier in meiner halle:
"was kann ich Ihnen noch erzählen von der welt da draußen?" das passt unglaublich gut auf meine situation!
was bei meinen auktionen normal ist,
dass sich mehrere kunden gleichzeitig für 1 objekt interessieren, kam im laden in 30 jahren bislang erst 2x vor, 1x gestern: eine kundin hatte tags zuvor einen rosenkranz gesehen, denn sie nun holen wollte. da hatte ihn bereits eine andere kundin in der hand! man einigte sich zur allseitigen zufriedenheit.
der "bund der steuerzahler" empfiehlt alte bücher
als wertanlage! (in: der steuerzahler, 9, 2011, s. 224).
aus anlass des todes von prof dr valentin braitenberg
er und seine frau entdeckten mal bei mir im laden ein gemälde, auf dem ihr haus in italien abgebildet war! sie erwarben es auch. es soll nun in eben diesem haus hängen. sein schwiegersohn, prof. bozzi, hat in seinem buch "fisica ingenua" meinem tübinger laden mehrere seiten gewidmet.
shakespeare mit exlibris "elisabeth bang" mit blick auf lübeck, poesiealbum um 1900 der emmy fadum, hamburg, trägerin des hanseatenkreuzes, schleswig-holst. gesangbuch 1784 mit namenszug J. früdden = evtl
ddr-plakat 50er-jahre "eine hohe verkaufskultur" für die ho-läden mit abbildung einer bizerba-waage aus balingen mehr...