Aus dem nachlass meines vaters erhielt ich gerade ein klassenfoto mit seinem (und später meinem) lehrer Kurt Bachteler. Über den erzählte mir ein weiterer schüler bachtelers aus der klasse von altbundespräsident köhler, sie hätten mit „KUBA“ eine klassenfahrt unternommen. Am ende der mehrtägigen tour nach berlin habe dr. bachteler sich von dem busfahrer verabschiedet mit den worten: „zum dank überreiche ich Ihnen mein buch ‚Geschichte der Stadt Großsachsenheim.’ “
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das mir gehört! Das erinnert mich an 2 ähnlich unglaubliche fälle: jemand bietet mir zum kauf per foto ein gemälde an. ich sage ihm: „das steht schon dahinten!“ ein miterbe hatte es mir bereits verkauft. Und neulich die witwe, die mir ein vermeintliches original anbot, das aber eine fotokopie war. das original hatte ich auch schon erworben.
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ich entdeckte mal in einem buch bei der auktion eines kollegen eine eigenhändige postkarte von rolland. klauen kam nicht in frage, zurückstecken und mitbieten auch nicht, da sie ja inzw. ein anderer klauen könnte, daher meldete ich den fund dem auktionator. der wies sehr deutlich auf die wertsteigerung hin. letztlich erwarb ich die karte aber doch. ich las rollands 2-bändigen briefwechel mit stefan zweig. der Aufbau Verlag wollte aber meine hunderte entdeckten fehler nicht erfahren.
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auch für mich grenzt es fast an ein wunder, wenn ich in einer postkarte von 1902 (!) einen bekannten entdecke, nämlich den vater des tübinger malers alfred stockburger, dessen tochter eine kollegin meiner frau war. Georg Alfred Stockburger – Wikipedia Georg Alfred Stockburger[1] (* 12. Mai 1907 in Wankheim (heute ein Ortsteil von Kusterdingen); † 5. April 1986 in Tübingen) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker des Expressionismus. Als Grafiker bediente er sich der Druckverfahren Lithografie, Holzschnitt und Kupferstich bzw. Radierung. Er… de.wikipedia.org
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und ist auch autor meines kleinen verlags link 
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1. Eine meiner 1. nachlassauktionen: universalerbin eines wohlhabenden alleinstehenden mannes in TÜ war seine haushälterin, die anschließend einen grafen heiratete und wegzog. eine nachbarin war von anfang an der meinung, jener mann sei von der späteren gräfin ermordet worden. 2. Später versteigerte ich den nachlass der ermordeten rektorenwitwe gerstenberg. Die tat ist bis heute nicht aufgeklärt. 3. Den nachlass einer ermordeten mössingerin habe ich bewertet. 4. Ein kunde brachte mir ein buch aus dem nachlass von k.s. Dieser war von einem mann ermordet worden, dem er 60 000 € geliehen hatte. Dann wurde er in einen teppich gewickelt, unters eigene sofa geschoben und dort erst nach 1 woche von seiner frau entdeckt! 5. einmal saß ich (aber nur wegen raummangels im zivilgericht!) im schwurgerichtssaal auf der bank, auf der tags zuvor der tübinger doppelmörder argo r. verurteilt worden war.
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vor über 30 jahren bot mir ein kunde ein selten scheußliches objekt an mit den worten, er wolle dafür ca 500 dm und „mir ist es egal, wenn Sie 10 000 dafür kriegen“. ich dachte nicht daran, das trumm zu erwerben, da ich es für eine geschmacklosigkeit um 1880 hielt, empfahl es aber einem höchst gebildeten kollegen, der jedoch ebenfalls abstand nahm vom kauf. Jahre später sah ich ein fast identisches objekt in einer fachzeitschrift, beschrieben als museumswürdig und um 1740! Ich rief den einstigen anbieter an, er hatte es noch. Wieder wollte er ca 500 dm und sagte erneut: „mir ist es egal, wenn Sie 10 000 dafür kriegen“. Diesmal erwarb ich es und bekam dafür 6000 dm auf einer auktion (nicht in meinem haus). Als jahrzehnte später die sammlung des auktionators auf den markt kam, war mein objekt darunter! Er hatte es sich also selbst unter den nagel gerissen, obwohl das verboten ist. nicht der erste derartige fall, der mir aus diesem haus zu ohren kommt.
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nach meiner erfahrung, überdurchschnittlich diebisch, sondern haben auch fast alle eine liste ihrer noch fehlenden bände dabei. gerade war ein kunde bei mir, der unter meinen insel-büchern seine liste von 2009 wiederfand, die er offenbar hier mal liegengelassen hatte.
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ich war gerade bei der zahnärztin. Meine zähne: ohne befund, das zahnfleisch „optimal“. Das nur als kleinen hinweis auf meine heckiene und korrhecktheit. Ich erzählte ihr von dem orthopädiemeister, den ich kannte. Vor über 30 jahren zeigte ich ihm offenbar zu deutlich, dass ich seine sammlung nicht so schätzte wie er selbst. Er nahm mir das so übel, dass er nie wieder kam. Nun räumte ein kollege seinen nachlass und fand darin das modell einer prothese, die ein freund des entrümplers seit jahrzehnten trägt. Ich überlasse es der zahnärztin, die konsequenz selbst zu ziehen, ihre gebissmodelle ausreichend zu beschriften, damit auch nach ihrem ableben solche zusammenhänge hergestellt werden können.
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gestern erwarb ich bei einem kollegen ca 1 dutzend sehr großer künstlerischer farbfotos. ich bekam zwar den namen des verstorbenen künstlers zu hören, der mir aber nichts sagte. als ich ihn googlete, fand ich dieses foto eines sehr geschätzten kunden von mir, lorenz gauss! kunde und künstler sind identisch. das hat mich nun doch mehr berührt als das meiste prominentensterben. link 
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habe gerade den nachlass eines gelehrten bewertet, darunter auch sachen, die auf seinem foto in wikipedia neben ihm abgebildet sind. Dass eines seiner kinder der witwe das teuerste stück ungefragt entzog, was die fast 100-jährige zu tränen betrübte, ist die übliche hässlichkeit, die sich im rahmen von erbschaften zeigt. Der nachlass seines vorgängers bildete eine meiner ersten auktionen: universalerbin des wohlhabenden alleinstehenden mannes war seine haushälterin, die anschließend einen grafen heiratete und wegzog. Jedenfalls war eine nachbarin, die der königin von württemberg noch die hand gereicht hatte, von anfang an der meinung, dieser mann sei von der späteren gräfin ermordet worden
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"Man soll mit freunden und verwandten keine geschäfte machen". ich rate glatt zum gegenteil - da lernt man die menschen kennen
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Was könnte es erbaulicheres geben für mich zum beginn eines neuen jahres? Allerdings mit betrüblichen aspekten: so musste grieshaber den niedergang des buchdruckerhandwerks erleben und ich die verdrängung eines jahrhunderte lang führenden mediums an den rand. Unserer liebe zum buch tat bzw. tut das aber keinen abbruch. Die monologische munterkeit der hannsmann, mit der ich ein- oder zweimal redete, nervte mich ein wenig. Ich verdanke ihr aber einen spannenden hinweis: ich besaß den nachlass von grieshabers 1. frau lena krieg. Auf 1 zeichnung von ihm, die ich hatte, sieht man die beiden kopf an kopf, aber ihre körper voneinander entfernt. Die hannsmann nun behauptete, das liege daran, dass er nie mit seiner frau geschlafen habe, eine erstaunliche aussage, die von margot fürst, der anderen großen dame im leben des künstlers, als UNSINN bezeichnet wurde. Da hannsmann selbst mit grieshaber intim war, im gegensatz zur fürst, wie ich annehme, bin ich sehr geneigt, die behauptung hannsmanns eher zu glauben als die von fürst.
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