Thomas Leon Heck

Klinik oder Börse

Vor über 30 jahren saß ich im büro eines klinikdirektors wegen des nachlasses eines künstlers, der sein testament zugunsten dieser klinik gemacht hatte. die halbe stunde unserer besprechung wurde mehrfach durch anrufe von anwälten und banken unterbrochen: einmal wg einer immobilie, die die klinik geerbt hatte, einmal wg ein paar barren gold, ebenfalls vermacht, einmal wg einer briefmarkensammlung. Bei all diesen dem krankenhaus zugeflossenen werten schlug der wert „meines“ künstlernachlasses kaum noch zu buche. ich frage mich heute noch, ob man das ganze nicht eher im büro eines börsenmaklers ansiedeln würde. Ich komme darauf, weil der direktor inzwischen verstorben ist und sein erbe mir gerade werke eben dieses künstlers anbot, die der direktor damals erworben hatte.

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