Thomas Leon Heck

Meine einstigen berufswünsche und was daraus geworden ist

 
Mein erster mir noch erinnerlicher berufswunsch war zirkusdirektor. Es folgte zoodirektor. Mit 16 wollte ich justizminister werden, mit 17 millionär, mit 18 pfarrer. Anschließend noch professor und lehrer. Das war die letzte der wunschvorstellungen, nun holte die realität mich ein. Geworden bin ich (neben antiquar, kunst- und antiquitätenhändler sowie verleger) versteigerer. Da hab ich zirkus (wenn knausrige bieter durch den feuerreif des höchstgebots springen müssen) und zoo (von der spitzmaus bis zum brüllaffen kommt so ziemlich alles), kann dirigieren und konsequentes rechtliches reglement anwenden, die kohle kommt nicht zu kurz, und was für pfarrer, professor und lehrer gilt, dass die nämlich vor oder über den anwesenden, auf jeden fall aber monologisierend im mittelpunkt stehen, habe ich auch so erreicht. Was also will ich mehr?

NEU im Laden
ca 1 000 ansichtskarten an Friedrich Aichinger, Jahrgang 1930 und später Fachschulrat in einer Stuttgarter Sehbehindertenschule sowie gründungsmitglied der christian-wagner-gesllschaft, plakette 1912 des juweliers klein, stuttgart, gegr. 1862
porträt einer lesenden biedermeier-dame, dat. 1880, sign. "m. Autenrieth" (wohl der mannheimer maler)
plakette 1934 zur "einweihung des wilhelm murr hauses balingen", anhänger kaiser wilhelm II + auguste (nach der Ehejubiläums-Medaille zur goldenen Hochzeit 1888) von weigand, buch aus d. bibl. d. rettungsanstalt neuhof