ich gehe aber vors oberlandesgericht stuttgart. der bisherige vorgang ist zu googlen unter meinem namen und "kreissparkasse tübingen" oder unter www.tagblatt.de. ich werde die gesamte geschichte hier online stellen, muss aber erst meinen anwalt rüdiger diez konsultieren, nicht dass ich noch mehr ärger bekomme. die begründung des landgerichts, ich hätte den tank grob fahrlässig nicht entdeckt, erinnert mich an die rechtsprechung der 70er jahre, wo man opfern von vergewaltigung (mit)schuld gab, weil sie im minirock nachts unterwegs waren. ich bezeichne mich selbst auf dieser homepage unter gesuche als "technischen vollidioten": dass ich persönlich den rundum eingemauerten tank vor dem kauf der immobilie und des warenlagers/inventars (von insolvenzverwalter dr. kulas und ksk tü) im nov. 2008 nicht gesehen habe, will daher wenig besagen. dass aber meine frau als arichtektentochter, mein eigener architekt, zwei unfallsachverständige von landeskriminalamt und versicherung, ein auf gewerbeimmobilien spezialisierter makler, ein weiterer kaufinteressent, ein herr von der umweltabteilung des landratsamts und viele andere den tank auch nicht sahen, ist schon ein starkes indiz dafür, dass er einfach nicht ohne weiteres sichtbar war. das gericht hat leider keine vor-ort-besichtigung vorgenommen, so dass es keinen eindruck haben kann davon, wie unübersichtlich riesig das gelände ist und wie voll mit waren u.a. Die zeugen konnten den tank auch nicht sehen, da das einstiegsloch zugestellt war. Nachdem ich von handwerkern im märz 2009 auf den tank hingewiesen wurde, teilte ich dies der ksk mit (die den verkauf betrieb und gleichzeitig seit 25 jahren meine hausbank ist) und fragte mich, was jetzt wohl kommen würde: entweder "wir haben nix gewusst" oder "wir haben es Ihnen gesagt". ich erhielt brieflich zur antwort: "die information über den tank hat uns sehr überrascht. selbstverständlich wussten wir (WIR!!) nichts von einem 45.000 liter altlastentank". überraschenderweise (um es neutral zu formulieren) argumentiert die ksk nun vor gericht, sie hätte mir den tank sogar gezeigt! da nun plötzlich auch ein foto vom april 08 ins gespräch gebracht wurde, auf dem das einstiegsloch unverstellt zu sehen sein soll, gehe ich anders als das gericht von arglistiger täuschung aus und hoffe, damit vor höherer instanz durchzukommen! nach meiner überzeugung war der mangel nicht nur versteckt, er ist versteckt WORDEN! CUI BONO? die kanzlei des insolvenzverwalters teilte mir zunächst mit, kein wirtschaftliches interesse an einem prozess gegen mich zu haben, da mein geld an die ksk flösse. die einrede der verjährung ist m.e. schäbig, da ich den tank noch vor meinem einzug entdeckte. aber da die bank über ein jahr still hielt, war die sache für mich erledigt. leider tappte ich da möglicherweise in die verjährungsfalle. ich fühle mich also in verschiedener hinsicht professionell ausgetrickst. wie stand doch so treffend in der überschrift eines tagblatt-artikels vom 3.8.2009 (für mich leider zu spät): "misstrauen Sie Ihrem bankberater"!