Ich beobachte seit jahrzehnten, wie buchkäufer mit schutzumschlägen umgehen. Die meisten  lassen die umschläge dran bzw. werfen sie erst weg, wenn sie abgenutzt  sind. Es gibt aber auch sehr viele, die sie gleich wegwerfen (was dann bei gesuchten antiquarischen büchern oft den wert derjenigen exemplare erhöht, die den umschlag noch haben, besonders wenn es ein bedeutender gestalter ist) . Da frag ich mich schon, warum. Sind ihnen die umschläge zu profan und marktschreierisch? Noch kurioser sind die Leser, die die umschläge abmachen und ins buch einlegen.  Was soll das denn? oder gar die, die die vorder- und rückseite davon abschneiden, wegwerfen und nur den klappentext ins buch einlegen. Wieso dieses? Den vogel abgeschossen hat ein zuletzt über 90jähriges fräulein doktor, das mehrfach unter den schutzumschlag des verlags ihren eigenen gefummelt hat und über den vom verlag auch noch einen selbstgemachten, so dass manche ihrer bücher 3 schutzumschläge hatten. Das grenzt dann doch wohl ans krankhafte, wiewohl es ihr gutes recht ist. Gestern nun durfte ich eine weitere, mir bislang unbekannte variante erleben: die vorbesitzerin hat fast alle umschläge abgemacht und in einem karton aufbewahrt, der dann mit ihren büchern zu mir gelangte.