antiquitätensammler sind schon seltsam: nachdem ulrike meinhof ihre villa in blankenese antik eingerichtet hatte, wurde sie terroristin. (s. aust, komplex, s. 49)
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Der regisseur günther stark war im 3. reich mit lotte hardt pro forma verheiratet, um seiner verfolgung als homosexueller zu entgehen. Hardt stand in tübingen um 1948 mit horst tappert auf der bühne. ich hatte schon ihre scheidungsakten um 1930 aus dem nachlass ihres 1. mannes XY (nicht der regisseur!) mit vorwürfen der impotenz und homosexualität. Sie wurde schuldig geschieden, weil sie die vorwürfe auch ihrer freundin mitgeteilt hatte und damit – so das gericht – die ehre des mannes geschändet habe. XY bekam dann in 2. ehe doch noch 4 kinder, die mir die scheidungsakten dann abkauften. Vor wenigen jahren kam die tochter von lotte hardts haushälterin, um mir deren sachen zu bringen. Darunter war ein bild, das ich nicht identifizieren konnte, was aber der exkollegin meiner frau bei ebay gelang, deren vater es gemalt hatte. jetzt also auch noch ihr porträt...
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das wurde mir als wissenschaftliches grundprinzip an der uni eingetrichtert, und als kaufmann habe ich es durch bittere erfahrungen bestätigt gesehen. Gestern beim besuch eines kunden, der über kierkegaard promoviert, stelle ich fest, dass ausgerechnet der „aussprache-duden“ (2. aufl., hier zu haben) die dänische aussprache dieses namens falsch wiedergibt.
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in dem ein reicher august staudenmeyer in seine heimatstadt gerbersau zurückkehrt. Der film basiert auf einem text von hermann hesse. Gerbersau ist calw. Der name staudenmeyer ist dort verbreitet. Die bibliothek von dorothea staudenmeyer aus calw ist bei mir samt ihrem porträt. Sie ist die tante von Jürgen Todenhöfer. Ihr mann war der beste freund von kanzler kiesinger, dessen nachlass auch bei mir war.
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ich hatte mal einen etwa 4 cm großen aquamarin und weiß nach jahrzehnten noch, wer das wunderbare stück gekauft hat. eine andere kundin war so sehr von diesem stein fasziniert, dass sie viele schmuckstücke mit aquamarin kaufte, bis ich sie mal, die braune augen hatte, nach der augenfarbe ihrer mutter fragte. erwartungsgemäß sagte sie "blau", kam aber nie wieder. für sie war das wohl ein abstoßendes beispiel von rationalismus. ein mann sagte, von mir auf diesen stein angesprochen, dessen chemische formel daher: Be3Al2. für mich ein abstoßendes beispiel von rationalismus. mit einem kollegen gewann ich mal eine wette, da ich sicher war, dass sein angeblicher aquamarin unecht war: es war tatsächlich ein synthetischer spinell. heckman sieht das.
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in bücher papiere einzulegen, vertrödle ich heute mal wieder meine zeit. so finde ich dutzende zeitungsartikel in einem alten meyers lexikon, von ca 1890 bis 1960, z.b. zum züchtigungsrecht von priestern, zur "judenfrage wissenschaftlich gesehen", vom sagenhaften tod des zaren alexander I und das inserat für eine auktion - das meiste wandert in die 10 cent-kiste. ich bin jedenfalls berauscht von der lektüre
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Johannes Bayer schuf 1627 den Christlichen Sternhimmel, "Coelum Stellatum Christianum", indem er die heidnischen sternbildernamen wie orion durch christliche ersetzte. alban stolz verfasste mitte des 19. jhdts. den übertragenen "Christlichen Sternhimmel", in dem er die geschichte des/der heiligen eines jeden jahrestages erläuterte. von da aus war es zum weltlichen stern= star nicht mehr weit. vlt kann das jmnd bei wikipedia nachtragen
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Am 19.4. stand im Schwäb. Tagblatt, die stadt tübingen habe von der ksk tü 38 stadtansichten geschenkt bekommen, die einen „schatz“ darstellten. „Es sind tatsächlich einige Preziosen darunter. Halbritter kann man nicht genug haben“ heißt es in Bezugnahme auf die 20 ansichten von gerhard halbritter. Leider handelt es sich bei diesen samt und sonders um fast wertlose reproduktionen! Was mir aus der entfernung von 10 km klar war, aber den kunsthistorikerinnen vor ort nicht. Dies gibt die museumsleiterin sogar inzwischen zu. Sie hätten die grafiken nicht ausgerahmt und es sei kein schaden entstanden. Dank meiner aufmerksamkeit nicht, denn möglicherweise hätte die ksk eine spendenbescheinigung über 20x100€ verlangt und bekommen und dadurch zu unrecht ca 1000€ steuern gespart.
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ca 80-120 jahre alt, da auch schon geerbt, durch besser erhaltene ersetzen wollte. in 2 von 3 fällen konnte ich ihm mit ident. ausgaben helfen.
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nehmen mir manche als selbstdarstellung übel, für mich ist es ein akt der redlichkeit, da ich eigentlich nur darüber wahrheitsgemäß reden kann. Eine von bislang 2 ausnahmen will ich mit der folgenden, fast völlig unwahrscheinlichen anheckdote machen, da ich beide beteiligten als zuverlässige zeugen kenne. Mein vater pokerte mit einem freund, der einen royal flush pique auf der hand hatte, was nur bei einem von ca 10 000 spielen vorkommt. Ich hätte mit diesem blatt haus und hof verspielt, während der leidenschaftslose mann seinen einsatz nicht endlos erhöhte. Und tatsächlich hatte mein vater die EINZIGE konstellation, die höher ist: einen royal flush kreuz!
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hätte mir vor 100 jahren auch niemand geglaubt
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wie albrecht dürer schreibt: "ich hett...ein amatisten (=amethyst) kauft, vermeinett von einem guten freunt...der hett mich beschissen" (1506). ein lokal ansässiger händler kann sich so etwas kaum leisten.
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Gerade war ein kunde hier, der in B. arbeitet. Da mir neulich ein verwandter lenins berichtete, er räume in B.gerade ein haus, bot ich dieses dem erstgenannten kunden an. Dabei fiel mir ein, dass ich genau dasselbe vor ca 20 jahren schon mal getan hatte: ein musiker fragte mich im laden nach einem großen haus. Da ich morgens das inventar eines solchen bewertet hatte, konnte ich ihm die adresse nennen. Der tipp würde bei einem profi bei erfolg tausende kosten. Ich wollte nichts dafür. Als er aber mir nach wenigen minuten ein buch aus meiner musikabteilung für 3 dm hinhielt und herablassend fragte: „und DAFÜR wollen Sie wirklich 3 mark?“, war ich nachhaltig sauer.
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Ein sehr geschätzter kollege bot mir gestern ein aquarell an, das er bei ebay erworben hatte. Ich hatte das blatt dort aber schon gesehen und seine gefälschte signatur erkannt. Da käufer und verkäufer mich persönlich kennen und wissen müssten, dass ich mich ausgiebigst mit diesem künstler befasst habe, dem das werk hier zugeschrieben wurde, wundert mich einmal mehr, dass weder der eine noch der andere mich vor dem (ver-)kauf zu rate zogen.
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Seitdem ich vor etwa 35 jahren ein geschäftskonto einrichtete, war dieses gerade mal an ca 3% der tage im plus, wie gestern, als darüber ausnahmsweise auch nur einnahmen liefen, und die kamen alle von adligen: 2 von einem grafen, 1 von einem baron.  
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was sie nicht wussten, erfuhren sie von heckman: Im 5. jahrhundert n. C. zogen die germanischen vandalen, von not getrieben, unter ihrem könig geiserich nach nordafrika. Das register der lateinisch verfassten werke von luxurius, dem bedeutendsten vandalischen dichter, habe ich erstellt. Heute findet, aus denselben gründen, eine genau entgegengesetzte bewegung statt: von den nachfahren der vandalen in tunesien, marokko, algerien, richtung germany.
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Wie so oft befügelte mich die pure präsenz der bücher, und mir kamen die verschiedensten gedanken, z.b., wieso ich doppelt so viele bücher über johannes paul II habe wie über benedikt XVI. oder: wie tief verwurzelt doch die abneigung eines ehemaligen protestanten gegen diese institution ist, so dass mir kaum eines der kirchenoberhäupter sympathisch ist, gerade mal johannes XXIII. Manchmal wünschte ich mir ein mikrofon für ein ungefiltertes brainstorming. Natürlich muss ich zuletzt wieder persönlich werden: von paul VI hatte ich sein geschenk an kanzler kiesinger, über eine spende ratzingers besaß ich eine urkunde, aus der hervorging, dass ernst bloch zu demselben zweck 10x so viel gestiftet hat, und eines der bücher in dem papstregal verfasste ein mann, mit dem ich seit über 30 jahren eine verunglückte beziehung pflege.  
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Neulich waren 2 museumsvertreter hier und hätten gern mehr gekauft, mussten aber wegen einer haushaltsperre aufgrund von bauprojekten für flüchtlinge abstand nehmen. Gerade war ein französischer händler hier, der interesse an meinen 15 stichwaffen hatte. Aber er meinte, damit käme er zur zeit nicht über die grenze ohne erheblichen ärger.
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entdeckt habe sowie ein buch des obernazis erich fromm, erfahre ich nun von meinem besten kunden für studentika den unterschied zwischen bier-, wein - und sektzipfel. manchmal liebe ich meinen beruf
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"das volkstestament der deutschen". es stammt aber nicht von dem berühmten jüdischen psychologen, sondern im gegenteil von einem obernazimäßigen pfarrer aus altenburg. leider findet sich bei wikipedia kein hinweis auf die namensgleichheit.
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habe ich mal meine akademischen lehrer von weltrang, darunter ihn, zusammengefasst und komme spontan auf 7. Mit 5 davon hab ich geschäfte gemacht. Mein fazit 40 jahre nach meiner immatrikulation: 2 davon haben sich als menschliche nieten erwiesen, 1 als ein schlitzohr, wie man es eher in meiner branche eher erwarten würde als unter professoren, 1x hat sich unsere beziehung in einer grotesken weise fehlentwickelt, an der ich wesentlichen anteil habe, und nur 1x hat sich die bewunderung des einstigen schülers erhalten. link 
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habe gerade das komplette inventar einer wohnung versteigert aufgrund von vermieterpfandrecht. zu solchen auktionen nehme ich ja inzwischen den hund und mehrere waffen mit. Beide vermieter sind über dem kummer wegen des jahre langen gerichtsprozesses verstorben, und ihre witwen jammern über einen staat, der einem sozialhilfeempfänger eine 100 qm-wohnung teilfinanziert. Der mieter hat auch andre geschädigt: so liegen zahlreiche noch verschweißte bücher herum, ausgerechnet juristischen inhalts, die er vermutlich nie bezahlt hat. eine der witwen erwarb nun das ganze inventar und kann jetzt damit machen, was sie will. Als ich in einem turnschuh ein vergoldetes 10€-stück entdecke, glaubt sie an einen scherz, als ich ihr sage, dass dies auf der bank 10€ bringe.
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die mich vor über 40 jahren im auktionshaus meines vaters gesehen hatte. Sie suchte für das werkverzeichnis ihres mannes ein gemälde, das ein kunde von mir besessen hatte. Er hatte sie sogar mal, vermutlich deswegen, kontaktiert. Als sie nach längerer zeit antwortete, war der kunde schon tot! Leider konnte ich ihr auch nicht weiterhelfen. link 
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heißt ein buch von 1926 mit beiträgen, die zuvor in der stuttgarter zeitung erschienen waren, in denen neben theodor heuss und friedrich wolf, dem vater des ddr-chefspions markus wolf, auch der reutlinger hermann kalchreuter zu wort kommt, dessen nachlass bei mir ist. da auch willi baumeister einer der autoren ist, freute sich dessen tochter, dass ich ihr den bei ihr nicht vorhandenen artikel anbot, was ich bei einem kleinbetrag nur mache, wenn ich, wie hier bei einer schon bewährten geschäftsbeziehung, nicht den eindruck habe, hausieren zu gehen.
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rare vogeltränke gusseisen um 1880 nach entwurf schinkels, 59 musikstücke um 1845 (meist franzosen, aber auch fr. schubert, meist mit romant. titelillustration; Jacques SCHEDLER: gr. farbholzschnit... mehr 

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