Thomas Leon Heck

rausch-schmeißer

gerade wies ich einen kunden namens rausch auf eine frau namens schmeißer hin. der name rausch-schmeißer wäre zu schön.

hübschen traum gehabt

ich ging in die stadt mit meiner gitarre. wer mich sah, nahm an, ich spielte sie auch. und wie man das bei musikern so tut, schrieb man mir zu, ein lebenskünstler zu sein. aber ich war nur unterwegs, um sie zu verkaufen, und kann praktisch gar nicht spielen.

zu hermann hesses heutigem geburtstag

ein reutlinger, der im 3. reich noch HJ-pimpfe ausbildete, hat heute eine moschee vor dem haus. sein grundstück hat er um 1950 für 50 000 dm von einer lehrerin gekauft, jetzt hat er 1 mio € dafür bekommen. den briefwechsel hesses mit dieser lehrerin hatte ich.

gestern war ein 12-jähriges Mädchen hier, das eine Puppe sucht, die ihm ähnelt

Da gibt es nichts zu lachen, denn selbst für aktive Philosophen gilt J. G. Fichtes Satz „Was für eine Philosophie man wähle, hängt ... davon ab, was man für ein Mensch ist: denn ein philosophisches System ist kein toter Hausrat, den man ablegen oder annehmen könnte, wie es uns beliebte, sondern es ist beseelt durch die Seele des Menschen, der es hat"

ich werd alt

angesichts meiner eigenen endlichkeit schreibe ich jetzt auf meinen kunstwerke hinten drauf, wer sie gemacht hat, damit meine erben nicht dieselben probleme mit der urheberschaft haben wie meine kunden.

Während ich grundsätzlich nur selbsterlebte anheckdoten berichte,

erzählt wilhelm schäfer von einem türkischen wahrsager selim, der in tübingen wegen verbotener hellseherei hingerichtet werden sollte, dass herzog karl eugen sich den delinquenten höchstpersönlich hier vornahm. Als er ihn provozieren wollte mit der frage: „wann werde ich sterben?“, sagte der hellseher: „3 tage nach mir“, was dem herzog solchen schrecken einjagte, dass er von einer hinrichtung absah. Da ich gelernt habe, dass man wenig voraussetzen darf, rief ich wegen dieses buchs für... mehr

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