aus platz-, zeit- und kräftegründen muss ich erstmals in 35 jahren einen ankaufstop für gewöhnliche bücher verhängen. ich habe in den letzten 4 wochen etwa 50 000 bücher hereinbekommen, darunter wissenschaftliches von höchstem niveau. Das reicht mir vorerst! für stammkunden und bibliophile bücher mache ich natürlich eine ausnahme! wenn Sie selbst gewöhnliche gern bücher los hätten, können Sie die ja vielleicht bei dem internetantiquariat anbieten, wo Sie zuletzt eingekauft haben. wenn man dort nicht gleich abwinkt, werden Sie eine liste machen müssen, die dann doch nur wenig aussagt. da sich der verkauf alter bücher immer mehr ins netz verlagert und der ortsansässige ladenhandel darüber eingeht, rächt sich das jetzt für den kunden, der alte bücher VERkaufen will. früher hätte ich zehnmal mehr für bücher bezahlt als heute, wo ich mir oft vorkomme wie eine gastgeberin, die den ganzen tag delikate speisen zubereitet, und kaum einer kommt dann zum festessen. aber so lange die mentalität vorherrscht, dass man nur das kaufen will, was man ausdrücklich sucht und das dann noch in lichtgeschwindigkeit vorliegen soll, werde ich es schwer haben. wenn ich morgens vor 6 uhr anfange, meine letzetn neueingänge auszuzeichnen, bin ich immer wieder erstaunt und auch beflügelt davon, wie viele tolle und mir bislang unbekannte themen und autorINNen es gibt. ein buch in die hand zu nehmen und zu überfliegen ist für mich nicht dasselbe wie eine elektronische liste durchzublättern. es gab zeiten, da war das stöbern in einem antiquariat eine entspannung und keine mühsal. wenn die maßnahme wieder aufgehoben ist, erfahren Sie es an dieser stelle.