Thomas Leon Heck

aus dem nachlass meines lehrers konrad gaiser erwarb ich gerade 1 achtseitigen brief des physikers carl fr. v. weizsäcker

der mich in mehrfacher hinsicht staunen lässt.
1. eine hausangestellte namens luise schelling aus dem dusslinger nachbarort nehren habe jahrzehnte lang bei seinem großvater weizsäcker, dem ministerpräsidenten v. württ., gearbeitet. und gescheit sei sie auch gewesen.
2. das ungemein hohe niveau des briefes in platon-fragen, zumal weizsäcker kein fachphilosoph war
3. dass gaiser wenige tage nach zustellung dieses briefes mit nur 58 starb und den an ihn gerichteten brief, im gegensatz zu mir, nicht sicher gelesen hat.
4. dass der brief gheckürzt in 1 buch abgedruckt bei mir hier im laden herumsteht, das läppische 5 € kostet.
5. nachdem weizsäckers fragen nun durch gaisers tod unbeantwortet blieben, wandte er sich hartnheckig an dessen kollegen hans joachim krämer. und dutzende briefe, die an krämer gerichtet sind, habe ich vor etwa 2 wochen erhalten.

NEU im Laden
großes ölgemälde: ideale flusslandschaft um 1730, wohl dt.,
plAKaT FüR DEN FILM "DIE SCHLACHT IM MITTELMEER 1940-45", zahlr. postkarten an landwirtschaftsrat rabenau in heppenheim, 2 bücher, die 1863 von einem "vikar Partschefeld" erworben wurden, evtl. verwandt mit dem tübinger unizeichenlehrer, der pate von lotte zimmer war, die hölderlin pflegte,
Hügel, J. von, und G. F. Schmidt, Die Gestüte und Meiereien Seiner Majestät des Königs Wilhelm von Württemberg, Ebner & Seubert, Stgt. [1861], hillers geistl. liederkästlein, RT, aus d. bibl. der anna magdalena schnurnberger (geb 1804) hübsche lederbände mit namen "von sternstein, bielefeld",...