Thomas Leon Heck

museumsirrtümer

ich verkaufte jüngst einen linolschnitt von robert förch. die kundin erwarb woanders dann noch sein werkverzeichnis, das sie mir zeigte. ich merkte, dass er nur linolschnitte gemacht hat, nie holzschnitte, so dass der förch, der in einem holzschnittmuseum hing, nur aufgrund eines irrtums dort präsentiert wurde. man soll ohnehin nicht denken, dass museen frei von irrtümern sind. mein größter triumph war, als ich entdeckte, dass das reutlinger kunstmuseum anlässlich einer keller-reutlingen-ausstellung eine fälschung aufs plakat gesetzt hatte! der skandal hätte bei rücksprache mit mir vermieden werden können, da ich das werkverzeichnis für keller-rt mache.
eine staatsgalerie veräußerte mir eine grafikdoublette . nach jahren erst merkte ich, dass ich eine kopie erworben hatte, die dort aber als original geführt wurde. da der leiter der graphischen sammlung inzwischen verstorben war, hatte ich aber keine chance zur reklamation.

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