den mir vorliegenden "entnazifizierungs"-spruchkammerakten des wilhelm kumpf ( = wk, bierbrauer in Geislingen/st.) aus dem nachlass eines Querulanten ( = q) entehme ich 1 hochdramat. Geschichte. beide standen zunächst in engem geschäftl. Kontakt, bis es krach gab, der vor gericht landete. Um seinen hartnäckigen gegner ruhigzustellen, schaltete wk, so zumind. die auffassung des gerichts, den entfernt mit ihm verschwägerten nsdap-reichstagsabgeordneten Gottlob_Berger ein, der unstreitig an q geschrieben hat. Dies hatte den gewünschten erfolg: q gab klein bei. von allen vorwürfen, die der staatsanwalt nach dem krieg dem wk machte, war die sache mit q die einzige, die zu 1 verurteilung führte, nämlich zur zahlung eines 6-stelligen betrags, heute 1 millionenvermögen. Er habe die machthaber zur durchsetzung persönl. Interessen missbraucht und sei damit nicht „unbelastet“. nun habe ich den orig.brief des berger gefunden: völlig unverfänglich! er rät sogar zum einschlagen des rechtswegs. die behauptungen des q, berger habe ihm mit kz gedroht, sind ebenso unwahr wie die, der brief sei im krieg verbrannt. jetzt ist die frage, ob kumpf 1. mit diesem fund rehabilitiert werden kann als unbelastet, 2. ob die erben den millionenwert der strafe dadurch zurückerlangen können.