Gestern traf ich den leiter einer schule für journalismus. Ich berichtete ihm, was ich mit 1 studentin erlebt hatte, die er zu mir geschickt hatte. Während sie sich hier umsah wg einer story, zeichnete ich bücher des neffen des oberdada aus, worin sich 1 buch aus der bibliothek von rudolf hess’ neffen („stellvertreter des führers“) befand, wohingegen im büro 1 koffer mit orden erich mielkes (ddr-stasi-chef) lagerte – wenn das nicht allein schon 1 irre geschichte ist. Dann nannte ich ihr den namen einer frau, deren kinderpsychiatrisches gutachten ich mal hatte. Man solle sie auf die mittelschule schicken, heißt es darin, obwohl sie intelligenzmäßig eher im unteren bereich dessen liege, was dafür erforderlich sei. Heute ist sie professorin und verkehrt mit den geistesgrößen der welt. All dies war für die angehende journalistin wohl uninteressant, denn sie meldete sich nie wieder. Als der schulleiter dies erfuhr, meinte er als hobbyweingärtner: „es gibt nicht nur beim wein gute und schlechte jahrgänge, sondern auch bei der ausbildung von journalisten. Dieser war insgesamt kein guter jahrgang.“ Lichtenberg sagt: „Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl, ist das allemal im Buch?“ ich meine: gilt auch für journalistINNen und antiquariate