ursula von der leyen besuchte tübingen 2009. da ich einige bücher aus dem besitz „von der leyen“ vor ca 100 jahren dahatte, bot ich diese der einladenden frau widmann-mauz telefonisch an als ein mögliches geschenk für die ministerin, das vielleicht netter und persönlicher wäre als der ewige blumenstrauß. sie eröffnete das gespräch in meinem laden mit den wahrlich mut machenden worten „wer mitdenkt, soll auch belohnt werden“, die meine untertanenseele erblühen ließen und mir definitiv das gefühl gaben, dass selbst für outsider wie mich in dieser gesellschaft platz ist. meine hoffnung auf einen nennenswerten umsatz wurden aber zuschanden gemacht: von den 10 büchern aus dieser bibliothek zu je 10€ erwarb frau widmann-mauz gerade mal eins! Am 26.10.2013 saß ich vor einem lokal. Kommt ein mann auf uns zu, den ich noch nie gesehen habe. Ich betrachte ihn 1-3 sekunden und sage dann zu Cornelie Heck: „so könnte horst widmann (der patenonkel von widmann-mauz, mein bester kunde) in 10 jahren aussehen“. Meine frau sieht sich nun den mann auch an und sagt: “ich seh da keine ähnlichkeit“. Ich gehe zu ihm, und es stellt sich heraus, dass er der bruder unseres kunden ist! Ich hatte nicht gesehen, dass frau widmann-mauz bereits im lokal saß, wo sie sich unters volk gemischt hatte. Ihren chauffeur hingegen ließ sie stundenlang draußen allein im auto warten, der durfte nicht mal drinnen irgendwoanders sitzen. Dieselbe szene habe ich viele monate später noch einmal beobachtet. Als ich ihrem onkel das mit den büchern von der leyen erzählte, kaufte er die restlichen bücher aus verärgerung über solche kleinlichkeit seines patenkindes.