Eigentlich wollte ich ihn nur überfliegen, um endlich zu wissen, worum es darin geht: um einen antiquar, der kurze zeit für einen wesentlich älteren reichen den chauffeur spielt. ich war sehr von mir überrascht, dass ich das buch verschlungen habe, zumal ich seit den buddenbrooks keine romane mehr lese außer historischen romanbiografien. Es ist in jeder hinsicht gut gemacht. Leider weicht meine realität davon erheblich ab: die große liebe des antiquars z.B. hat ihn durch ihr ständiges lesen zur literatur bekehrt. Als ich aber mal selig im bett lesend von meiner stieftochter gesehen wurde, sagte sie nur zu ihrer mutter Cornelie Heck: „ich will mal nicht enden wie der thomas“. Auch den höhepunkt des romans habe ich selbst nicht im ansatz erlebt, will ihn aber hier nicht verraten. Auf dem foto sieht man mich vor meinem tübinger antiquariat, etwa im alter des romanantiquars. inzwischen bin ich so alt wie der reiche. Das foto ist auf dem einband der schwedischen übersetzung dieses modernen märchens.