hab ich schon heute das buchhaltungsjahr 2006 entsorgt. Die bemerkenswertesten erinnerungen: ich wurde in einer villa von einer haushälterin in schürze empfangen, der gärtner fuhrwerkte draußen herum, die gnädigste selbst ließ mich im büro warten, wo mein blick auf unterlagen des sozialamts fiel, das ihren sohn unterstützte. Dann hab ich den haushalt eines mir gut bekannten kunden versteigert, dessen perücke auf einem ständer hing – etwas seltsame realpräsenz. Fürs fernsehen wurde ich als kunst-hecksperte gecastet, bekam die rolle aber nicht, es fehlt mir wohl der charme von sonja schrecklein, die moderiert, als würde sie auf einer dementenstation die weihnachtsfeier betreuen. In meiner autowerkstatt wurden mir zum wiederholten mal parkgroschen aus dem aschenbecher geklaut. Als ich in heilbronn telefonisch 1 nachlassauktion anmelden wollte, landete ich im ölhafen, was ich zum anlass nahm, die presse über diese dort offenbar unbekannte verkaufsmaßnahme zu informieren. Dieser bericht führte im nächsten jahr zu einem folgenschweren anschlussgeschäft, das mich wg körperverletzung vor gericht brachte. Ich verkaufte ferner innerhalb weniger stunden ein dt. kreuz in silber. Noch nach monaten kamen interessierte, die davon wind bekommen hatten. Ein werbefaxer musste über 1000 € an meinen anwalt zahlen wg verbotener werbung. Etliche menschen, die mir damals sachen verkauften, starben inzwischen. 1 weitere kundin ist die witwe des größten arbeitgebers der ehem. ddr, die nun unsere nachbarin ist. und 1 mitarbeiter jenes jahres kam später in die psychiatrie, weil er stimmen hörte. Sein wahnsinn zeichnete sich allerdings schon 2006 ab, als er ständig lohnerhöhung forderte.