noch übler als professoren benehmen sich oft deren gattinnen. Einmal war ich bei einem fest meiner familie, wo als gast der tochter des hauses deren freundin x war, ein professorentöchterlein. Ich befasste mich eine weile mit ihrem blasiert-gelangweilten gesichtsausdruck, so dass es mir nicht schwer fiel, sie wiederzuerkennen, als sie mit ihrer mutter wochen später in meinen laden kam. Die mutter mischte sich ungezogenerweise in ein verkaufsgespräch ein, das ich gerade mit einem lieben kunden führte. Der wollte einen meißen–teller kaufen. Frau x: „ist das 1. oder 2.wahl?“ Als sich herausstellte, dass es 2. wahl war, was ein laie übrigens kaum ohne die 2-fach durchgestrichenen schwerter erkennen dürfte, machte sie die ware schlecht. Der kunde selbst verteidigte uns: „das macht mir nicht s aus. Ich kaufe ja auch 2.wahl-obst“. Nun sprach ich die dame mit ihrem namen an. Sie: „woher wissen Sie, wie ich heiße?“ meine heimlich triumphierende antwort „ich weiß noch mehr, als Sie denken“ hat sie hoffentlich noch lange beschäftigt.