alljährlich veranstaltet die hiesige zeitung in den sommerferien sogenannte gutenachtegeschichten, bei denen abends einzelne aus ihren lieblingsbüchern (aber keine eigenen texte!) vorlesen. ein paar jahre habe ich das sogar mitgesponsert. aber als mich einer der moderatoren dazu als vorleser eingeladen hat, habe ich nicht teilgenommen, selbst wenn einige hundert zuhörer/innen und ein zeitungsartikel samt foto gewinkt hätten. das ganze konzept ist mir unerträglich: besonders dass erwachsene sich vorlesen lassen. ich beteilige mich nicht an der infantilisierung der gesellschaft. ich setze auch nicht voraus, dass andere sich für von mir gern gelesene bücher interessieren. eine autorenlesung ist etwas anderes, wo jemand seinen eigenen text vorstellt.