außer der übernahme des nachlasses von bundeskanzler kiesinger war mein prestigeträchtigster auftrag 1990 die bewertung von schalck-golodkowskis auktionshaus in leipzig im auftrag der treuhand. die guten antiquitäten und kunstwerke gingen in den westen, der rest wurde in leipzig angeboten. als ich dort tätig war, schleppten wessis den letzten scheiß fort zu hohen preisen, einfach aus dem gefühl heraus, die dummen ossis übers ohr gehauen zu haben. es ist bekannt, dass honecker gern pornos ansah, die ihm schalck im westen beschaffte, da sie in der DDR verpönt waren. sie stammen vermutlich aus jenen mengen, die ich damals bewertet habe mit je 1dm. gescheitert bin ich seinerzeit an der aufgabe, einen stasi-agenten, der das auktionshaus leitete, auf unregelmäßigkeiten zu überprüfen. ich fand keine, was nix heißen will. geblieben ist mein motto: lieber den schalck im nacken als den golodkowski.