Thomas Leon Heck

Aus meinem „freudlosen leben“ (wie es eine reiche tübingerin nennt)

gerade verkaufte ich das porträt eines reutlinger fabrikanten, von einem bedeutenden wiener maler, nach italien. Ein verwandter des dargestellten war mal bei mir im laden. Bei dieser gelegenheit äußerte ich mein unverständnis darüber, dass seine cousine das exzellente porträt ihres vaters nicht erworben hatte, das ich ebenfalls bis kurz vorher besessen hatte. sie war noch nicht mal auf der welt, als er starb, und leitet heute ein museum. Da hätte ich mir doch mehr sinn für diese einmalige gelegenheit erwartet. Während ich noch schimpfte, wies mich der kunde darauf hin, dass die von ihm mitgebrachte frau im hintergrund meines ladens diese cousine sei, mit der ich bislang nur telefoniert hatte. Hätte er sie mir vorgestellt, wie es sich eigentlich gehört, wäre es nicht zu dieser peinlichkeit gekommen.

NEU im Laden
diese pochoirkolorierte grafik von 1929 von boris laszlo, die mich an die 1. computerspiele erinnert und die auch im MOMA ist!
ölgemälde SEE "MIT WINDMüHLE" VON Hans TÜBBECKE (1887-1959), Friedrich Heubner, Sirenen. Eine Folge von elf Radierungen, München, Schmidt (1921) (vorw. akte), mehr...
"il faut renoncer à soi même et à toute opération propre" (jeanne de la mothe guyon) - sign. orig.grafik v. Hans Rudolf SCHIESS (1904-1978), 3 aquarelle mit märchenmotiven zu "undine" u.a. von Helmuth Stockmann (1867-1938), tausende zigarettenpapiere um 1920 von efka