dr. hermann rauschning war der letzte Präsident von Danzig, wohin auch hitler kam. nach seinem frühen austritt aus der nsdap emigrierte er 1939 in die usa. dort schrieb er ein buch “gespräche mit hitler”, das sich als fast völlig frei erfunden herausstellte. der tübinger katzmann verlag wusste 1955 davon noch nichts und verlegte von rauschning ein buch, das ich mehrfach anbiete. man fragt sich natürlich, ob ein solcher lügenbeutel irgendwann auch mal die wahrheit sagt. kurioserweise spottet er darin über eine ausgabe der upanishaden “auf bütten”: vermutlich meint er die von mir in wikipedia beschriebene ausgabe von ernst schneidler von 1914. Rauschings geschichtsphilosophisches werk DIE REVOLUTION DES NIHILISMUS von 1938 nennt der ebenfalls schon emigrierte Golo Mann in einer seiner ersten veröffentlichungen 1939 „das kompetenteste Buch, das bisher über die deutsche Gegenwart erschienen ist“! er stimmt dem autor darin zu, dass selbst z.B. die Blut und Boden-Ideologie nur der machtergreifung gedient habe, die ebenso revolutionär wie nihilistisch gewesen sei. Den erwähnten katzmann-verlag löste ich vor 3 jahren auf. Wenn ich mit dem hund spazieren gehe, endet mein weg manchmal vor der mühle, in der der verlag die letzten 20 jahre residierte. Die honorarabrechnungen zwischen ihm und rauschning habe ich ans stadtarchiv TÜ verkauft. Und golo mann, sohn von thomas mann, hat es etwa 50 jahre später leider abgelehnt, für das von mir herausgegebene buch DAS PRINZIP EGOISMUS die rolle des egoismus in der geschichte darzustellen