Man kennt von beerdigungen den satz: „von beileidsbezeigungen bitten wir abzusehen. Ein kondolenzbuch liegt aus.“ Nun habe ich erstmals ein solches buch hereinbekommen, sogar von jemandem, den ich kenne. auch dutzende der trauergäste kenne ich. Der Verstorbene ist zwar nicht namentlich genannt, aber aufgrund der zahlreichen gemeinsamen bekannten identifiziere ich ihn sofort. ein angerufener kronzeuge bestätigt meine these und wundert sich auch, dass die kinder das buch hergaben. Meinen standardsatz „nicht der pfarrer ist der letzte mensch im leben, sondern der antiquar“ wird von ihm leider überhört.