hatte ich vor genau 30 jahren, als ich in knallroter englisch-ägyptischer galauniform die fasnet in rottenburg besuchte. Mein unverkleideter chauffeur war ein reutlinger fabrikantensohn, der die absperrung vor der festhalle für seinen rolls royce einfach aufhob, was die beobachtenden polizisten zu meiner verwunderung duldeten. Einer jungen frau machte ich schöne augen, doch sie zog meinen „stallknecht“ vor, den sie später heiratete. Inzwischen sollen sie geschieden sein, was mir eine gewisse genugtuung bereitet. Ich staunte nicht schlecht, als mir plötzlich einer der organisatoren eine karte in die hand drückte, ich solle mich doch zur kostümprämierung auf die bühne begeben. Da stand ich denn nun, steif wie ein nussknacker, und gewann trotzdem, per akklamation! Die siegesprämie in form einer flasche sekt spendete ich einer anderen dame, die mich dafür auch nicht ganz leer ausgehen ließ. Für manche war all das offenbar zu viel des guten, jedenfalls flogen mir beim gehen bierdosen hinterher. Als ich wochen später mit meinen facebook-freund uwe ruckgaber über den tübinger marktplatz ging, stieg ein mann vom fahrrad und fragte: “darf ich Sie mal was fragen?“ ja. „Stimmt es, dass Sie von geburt adlig und sehr reich sind?“ Laut lachend musste ich beides verneinen. 1 jahr später lernte ich an derselben stelle meine frau kennen. dazu nächstes jahr mehr.