Dem Historiker Varro (1. Jhdt. v. Chr.) geht es in seinem Buch „antiquitates“ um eine zeitgemäße Erneuerung der Fundamente Roms. „Für die Zukunft bedarf es einer sorgfältigen Rückschau, um die geeigneten Heilmittel für die derzeitige Notlage wieder-zubeschaffen. Dies aber kann nur ein Antiquar bewerkstelligen. Varro (...) reklamiert (...) den Rang eines Retters der Kulte und Neubegründers des Vaterlandes.“ (Markus Peglau: Varro, ein Antiquar zwischen Tradition und Aufklärung, in: A. Haltenhoff u.a., O tempora, o mores! Römische Werte und römische Literatur in den letzten Jahrzehnten der Republik, Leipzig 2003, S. 138)