Aus einem nachlass bekam ich jüngst einen sack voll fotos, darunter wenig interessantes: selbst für mich als hundehalter entschieden zu viele hundefotos, ein kaffeeklatsch am küchentisch der verstorbenen, an dem eine bitter dreinblickende besucherin sitzt und die zweifelhaften aspekte von „freundinnen“ herrlich illustriert, das foto eines toten, der mit geöffneten (!) augen im sarg aufgebahrt ist, und das foto der wohnungsinhaberin, wie sie gerade eine porzellanskulptur aus ihrer geschenkverpackung befreit. Als ich wieder in den haushalt kam, erwarb ich ebendiese skulptur. Der zusammenhang zwischen dem foto und der porzellanfigur war den erben unbekannt geblieben. Jetzt besitze ich also ein foto von 1987 und die porzellanfigur, die strahlende besitzerin ist inzwischen verstorben - wieder mal eine besondere verbindung.