Es kam in den nachrichten, dass ein tourist in venedig bei einem unfall mit seiner gondel ums leben kam. Es war der tübinger juraprofessor vogel. Ich habe das inventar des hauses versteigert, in dem er danach lebte. inventar und haus hatten einer exkollegin meiner frau gehört, deren beweglichen nachlass ich unter die leute brachte, während prof. vogel das haus erwarb. Ich selbst besitze auch einige sachen aus diesem anwesen. Als reisehasser kann ich mir die bittere bemerkung nicht ersparen, dass herr vogel, mit dem ich auch mehrfach telefoniert habe, auf dem tübinger neckar beim stocherkahnfahren kaum ums leben gekommen wäre, ebenso wie prinz friso in holland nicht unter eine lawine geraten konnte. Ich erwarte nun das argument, dass man auch zu hause verunfallen kann. Aber nicht auf jede weise: so wurde ein rottenburger in afrika von einem krokodil gefressen. Es gibt strukturell typische unfallsituationen, die man in unkenntnis fremder orte schlechter überblickt als daheim. Früher starben die leute „für gott, kaiser und vaterland“, heute „für golf, reise und urlaubsland“.