Ein punkt mitten in pfullingen, in einem idyllischen ehemaligen klostergarten. Im umkreis von 15 metern 4 lokalitäten. eine klostermauer mit dem einzigen erhaltenen mittelalterlichen „sprechgitter“ europas, durch das in einem klarissenkloster, bei dem selbst das tor zugemauert war, die nonnen mit der welt draußen reden konnten. Dieses pfullinger „sprechgitter“ hat den dichter paul celan zu seinem buch SPRACHGITTER inspiriert! Ich kenne neben hölderlin und stefan george keinen lyriker, dem solche verehrung wie celan entgegengebracht wird. die verbindung celans zu pfullingen führt in das 2. gebäude, das direkt neben dem sprechgitter liegende haus des neske-verlags. Dessen niveau mit autoren wie ernst bloch und heidegger ist in deutschland erstrangig.  in der stillgelegten klosterkirche nebenan („wo die religion nachlässt, erhebt die kunst ihr haupt“ – nietzsche) zeige ich zur zeit aquarelle des bedeutendsten pfullinger malers fritz ketz, der in meinen augen auch zur 1. liga deutscher künstler zählt. Alle 3 am gestrigen Sonntag zugänglichen sehenswürdigkeiten, deren zusammenhang mich geradezu berauscht, wurden am ganzen tag von weniger menschen besucht als der biergarten in der unmittelbaren nachbarschaft allein um 19 uhr.