Als ich mitte der achtziger jahre mit meiner freundin in der tübinger forelle (s)aß, ging es plötzlich am tisch hinter mir um ein von mir verlegtes umstrittenes buch, dem ich eine offene wissenschaftliche diskussion gewünscht hätte. die beiden dafür mitverantwortlichen herren vereinbarten nun aber hinter meinem rücken, das werk „totzuschweigen“! ich finde diesen vorgang bis heute unbegreiflich. Nun bekam ich dieser tage ein porträt des einen herrn herein, der inzwischen verstorben ist. sein schwiegersohn war in tübingen mein professor. Auch mit ihm kam ich nicht gut aus. So gab er mir zwar eine 1 für meine schriftliche arbeit und schrieb darunter „über proseminarniveau“, aber auch „im ton verfehlt“! als ich ihn in seiner sprechstunde aufsuchte und unter tränen um erläuterung seines vorwurfs bat, bekam ich keine befriedigende antwort. Nun bot ich ihm telefonisch das porträt seines schwiegervaters an, unterließ es aber zu sagen, dass ich sie beide für kulturmonster halte. Alle diplomatie brachte nix: das bildnis missfiel dem professor.