im schwäb. tagblatt v. 9.3.2011 wird der film von andreas veiel über gudrun ensslin und bernward vesper besprochen, die beide hier in dusslingen lebten. (wann trägt das mal bitte jemand bei wikipedia unter "dusslingen" ein? auch herta däubler-gmelin gehört da eingetragen! womit die beiden bekanntesten dusslingerinnen ganz oben -justizministerin a.d.- bzw. ganz unten -terroristin- in der rechtsordnung stehen!) es wird nun in der filmrezension die episode erwähnt, in der bernward vespers vater, der nazi-dichter will vesper (an der herausgabe seiner werke hat gudrun ensslin übrigens noch mitgewirkt! das buch habe ich hier zu verkaufen.) die katze seines sohnes erschießt, denn katzen seien "die juden unter den tieren". hier wird doch einiges stark verkürzt: in bernward vespers autobiographie "die reise" (s. 336 ff) steht, dass die katze einen junghasen gerissen habe, weshalb sie vom alten vesper erschossen wurde. seine skepsis gegen katzen hatte der vater schon vorab erläutert. sie stammten aus ägypten und "passen nicht zu uns". sie seien "falsch" und "eine fremde, unberechenbare rasse". von juden ist da keine rede. "die deutschen lieben die hunde". mal abgesehen von der pädagogischen grausamkeit, die der alte seinem sohn antat: ich liebe hunde und katzen und kann mich daher vespers vorurteilen gegen die haustiger nicht im geringsten anschließen. ich bestreite auch nicht, dass er seinen unbezweifelbaren antisemitismus hier biologistisch zu untermauern versucht. trotzdem ist der zusammenhang indirekter als der in der rezension suggerierte.