Da ich in fast allen büchern fehler entdecke, kann ich überhaupt nur mit korrekturbleistift in der hand entspannt lesen. Und weil ich als leser und verleger davon ausgehe, dass verlage an der verbesserung ihrer fehlerhaften produkte interessiert sein müssten, schrieb ich schon oft mails wie diese: „guten tag. nach der lektüre Ihres buchs von schmidbauer, alles oder nichts, kann ich Ihnen mitteilen, dass sich darin noch ca. 4 dutzend z.t. peinliche fehler befinden. sind Sie an deren verbesserung gegen naturalvergütung interessiert?“ bislang mit magerstem erfolg! Nur ein einziges mal hat sich ein verlag interessiert oder  dankbar gezeigt und mir meine mühe (durch ein paar gratisbücher aus eigener produktion) vergelten wollen, das war der klett-verlag. Von anderen erhalte ich arrogante antworten wie diese vom rowohlt-verlag: „Sehr geehrter Herr Heck, haben Sie besten Dank für Ihre Mail vom 12. Juli 2003. Hinweise von Lesern zu bei uns veröffentlichten Titeln nimmt der Verlag selbstverständlich jederzeit entgegen. Wir verfahren dann so damit, daß die Anmerkungen den Inhalt betreffend an den Autor zur Prüfung weitergeleitet werden, damit dieser dann entscheiden kann, ob wir die Hinweise ggf. bei einem Nachdruck berücksichtigen. Es steht Ihnen also frei, uns Ihre Übersicht zukommen zu lassen. Mit freundlichen Grüßen Angelika Mette Sachbuchlektorat (i.A. Birte Masuch)“ unter solchen voraussetzungen habe ich natürlich nicht die geringste lust, diesen verlag erneut, diesmal nach der lektüre von klaus manns autobiografie WENDEPUNKT, ebenfalls rororo, über ca 40 darin enthaltene fehler zu informieren.