der brief von 1937 war neulich im handel: An den Tübinger Romanisten Kurt Wais (1907–1995), der ein von Munch geschaffenes Portrait von Stéphane Mallarmé für seine Biographie des Dichters verwenden wollte: munch schreibt (in recht fehlerhaftem deutsch): "Ich habe ein Lithografi Mallarmés gemacht – Ich habe nur ein Paar davon und ich musste Ihnen denn ein Fotografi davon schicken [...] Ich habe damals Mallarmé in seine sehr einfachen Empfangs abends besucht – Sonst verkehrte ich in Café Lilas Monparnasse wo ich mit junge Freunde Mallarmé’s zusammen war – Es waren auch Freunde von Paul Gaugin damals auf Thaiti und Freunde der verstorbenen Verlaine und van Gogh. Mallarmé schrieb mir damals das er das Bild sehr gut fand“. Munch lebte von 1896 bis 1898 in Paris. Kurt Wais’ Biographie Mallarmés erschien 1938 unter dem Titel „Ein Dichter des Jahrhundert-Endes“, wobei Munchs Portrait für den Umschlag verwendet wurde. die familie von kurt wais waren unsre nachbarn in der tübinger melanchthonstraße und haben dankenswerterweise unsere katze übernommen, als unsere tochter das tier wg allergie abgeben musste. so haben sie etwas von dem gutgemacht, was munch - womöglich unwissend - an seiner katze verbrochen hatte: in seiner biografie las ich, dass ihm vermutlich seine eigene katze im benachbarten lokal als hasenbraten vorgesetzt wurde. er hat sie gegessen! ein teil der bücher von kurt wais ist übrigens bei mir gelandet.