Biographie


Thomas Leon Heck
Verleger, Antiquar, Kunsthändler, öffentl. bestellter u. vereidigter Versteigerer, Sachverständiger.

geb. 1957 in Ludwigsburg
1976 Abitur am dortigen Mörike-Gymnasium. An derselben Schule hatten zuvor der Widerständler Hans Scholl, der Toilettenpapierfabrikant Hans Klenk (HAKLE) sowie Bundespräsident Horst Köhler ihre Reifeprüfung abgelegt (z.T. bei denselben Lehrern!). Würde sich der junge Heck bei solchen Vorbildern nun im Widerstand aufopfern oder zu den Fleischtöpfen der Macht drängen oder es als Selbstständiger in der Papierbranche versuchen? Sehen Sie selbst!
1976-85 Stud. Ev. Theologie u. Klass. Philologie an der Universität Tübingen
1986-88 Vorsitzender des Versteigererverbands Baden-Württemberg e.V.
1991 als Kunstsachverständiger und -schätzer für die Treuhand tätig
1993 Schirmherr von Bradford (weltgrößter Hersteller von Sammeltellern)
27.12.1993 Das Schwäbische Tagblatt versteigt sich zu dem unfassbaren Satz: "Wohl der Stadt, die solch einen skurril-genialen Einzelgänger wie diesen Sammler und Verleger ihren Bürger nennen kann"!
11.12.1998 Das 1. Deutsche Fernsehen nennt Hecks Laden ein "Paradies für Sammler".
August 2008: "Heidi Klum fühlt sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt", weil Heck einen Stich von 1833 bei Ebay eingestellt hat mit einer Ansicht der Tiroler Festung Klumm/Klum. Heck:"Ein Blondinenwitz im Sommerloch". Radio,- Fernseh- und Printmedien berichten.
29.12.2008: Das Schwäb. Tagblatt meldet "Eine Institution verlässt die Stadt": Heck schließe wg. Umzugs nach Dusslingen auf "stolze 2000 Quadratmeter Fläche" "seinen einzigartigen Laden", den "skurrilsten Laden Tübingens. Eine Wunderkammer". Das Wochenblatt meint dazu: "auch als Person ein wahrhaftiges Original, schon fast Kult". Hecks Vorsatz für seine Dusslinger Zeit: Das "fast" muss weg!
21.3.2009 Der Steinlach-Bote schreibt, Hecks "riesiges Antiquariat" sei ein "Erlebnispark für Bücherliebhaber, Kunstliebhaber und Kuriositätensammler". "Die kaum überschaubare Sammlung könnte zu einem Ausflugsort werden, zu einem Mekka für Suchende". Bislang vermisst Heck aber – wie aus gut informierten Kreisen verlautet – bei sich die in Mekka üblichen Massenpaniken.
14.9.2009: Die Stuttgarter Zeitung berichtet über Hecks Krach mit der Deutschen Bundesbank, die von ihm die Herausgabe eines Verzeichnisses ihrer Mitarbeiter verlangt, das Heck gutgläubig aus dem Nachlass von Bundesbankdirektor S. aus Tü erworben hat. Die WIRTSCHAFTSWOCHE v. 21.9. greift den Fall auf mit einem Foto des Bundesbankpräsidenten, darunter "Antiquar empört"! Die Bundesbank gibt klein bei! David siegte gegen Goliath!
2010 Heck wird vom Bundesverband deutscher Auktionatoren als AUKTIONATOR DES JAHRES 2009 ausgezeichnet.
15.10.2012 die Südwestpresse bezeichnet Heck als "Starauktionator".

Heck versteigerte und erwarb zahlreiche Nachlässe bekannter Personen, u.a. große Teile des Nachlasses von Bundeskanzler Kiesinger. Er widmet sich vorwiegend der Pflege künstlerischer Nachlässe, z.B. von Alice Haarburger, Egbert Patzig, Ernst Schneidler, Gustav Schleicher, Walter Gutbrod.
Literatur über Heck: Who's who in Germany, Berlin 1997; EU-Who is Who 2003; Tübinger Blätter 1993; Weltkunst 1994, S. 1301/ ebda. 1996, S. 1126; The International Directory of Distinguished Leadership, Raleigh (USA) 1994; Who's who in der Bundesrepublik Deutschland, Zug 1999; Festschrift T.L. Heck, Tü 2001; seit 2005 biograph. Artikel in der Internet-Enzyklopädie www.wikipedia.org

Heck ist Verfasser von über 70 Publikationen, darunter 5 Kunstdatenbanken, z.B. Weltkunst-Abbildungs-Index, 2. Auflage Tü 1997 (siehe www.kunstdaten.com); Register der Namen zu den Großen Deutschen Kunstausstellungen im Haus der Kunst in München, Tü 1999; Rezensionen u. wissenschaftliche Artikel, u.a. für Allgemeines Künstlerlexikon, Weltkunst, Ztschr. der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Reutlinger GEA, Schwäb. Tagblatt u.a. Er ist Hrsg. und Verfasser versch. Bücher, z.B. Das Prinzip Egoismus, Tü 1994; Die Auktion in der Literatur, Tü 2005; Werkverzeichnis von P.W. Keller-Reutlingen (in Vorbereitung)

Ein Artikel des u.a. für "Die ZEIT" tätigen Journalisten Philipp Maußhardt sei etwas ausführlicher zitiert: Heck wird von ihm als "der vielleicht berühmteste und noch lebende Tübinger nach Walter Jens, Hans Küng und Boris Palmer" bezeichnet. Und: "in Zeiten von um sich greifender Beliebigkeit sind Originale wie Heck schützenswerte Geschöpfe". Sein Laden sei "ein Reich voller Schätze", und: "Der Mann hat Witz". "Kino ist oft langweiliger als eine Heck-Auktion. Teurer sowieso, denn Heck müsste eigentlich für seine Veranstaltung Eintritt verlangen, so unterhaltsam sind sie meist. Sein Antiquariat in der Hafengasse gehört unter Denkmalschutz gestellt. Von solchen unverwechselbaren Orten und Personen lebt eine Altstadt" (Tübinger Wochenblatt v. 22.3.2007, S. 2)


Thomas Leon Heck
Foto © 1999
by André Schmidt