wollte über Hans Henny Jahnn promovieren. gerade wurde mir die wohl weltweite größte und vollständige jahnn-sammlung angeboten, mit ensslins briefen darin
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gezeichnet 1960, als sie 12 war. jetzt rief ich sie an, sie erinnert sich sehr gut an den porträtisten, der damals pfarrer war, aber zugunsten seiner ehefrau das zölibat aufgab. ihr sohn kam mit ca 40 um, als er in russland überfahren wurde. seine herrliche bibliothek zu bekommen hatte selbst für mich etwas bitteres.
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du 30 jahre lang für 1 kunden was suchst, und wenn du es dann hast, ist er gestorben
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aus 1 brief von 1922 erfuhr ich, dass ich mal den nachlass eines einstein-schülers versteigert habe. Anschl. erhielt ich die bestätigung, dass die familie des verstorbenen professors nichts von dieser beziehung wusste. Wie frustriert war ich, als sie mir trotzdem den brief nicht abkaufte, obwohl 2 der enkel physiker sind. Doch diese woche war 1 emeritierter physik-prof. da mit fast 90. Ich fragte, ob er den prof. b. kenne. Ja, sagte er, das sei sein lehrer. Ich: Ob er wisse, dass der einstein-schüler war. Nein, das wusste er nicht. Ich so: und wussten Sie, dass Sie damit einstein-enkelschüler sind? Nein, wusste er auch nicht. Aber er kaufte stolz den brief, „am rande des grabes“, wie seine frau schimpfte. Da kommt er zu mir wg ein paar altertümern und erfährt 1 höhepunkt seines lebens. keinen monat später ist er tot.
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Gestern traf ich den leiter einer schule für journalismus. Ich berichtete ihm, was ich mit 1 studentin erlebt hatte, die er zu mir geschickt hatte. Während sie sich hier umsah wg einer story, zeichnete ich bücher des neffen des oberdada aus, worin sich 1 buch aus der bibliothek von rudolf hess’ neffen („stellvertreter des führers“) befand, wohingegen im büro 1 koffer mit orden erich mielkes (ddr-stasi-chef) lagerte – wenn das nicht allein schon 1 irre geschichte ist. Dann nannte ich ihr den namen einer frau, deren kinderpsychiatrisches gutachten ich mal hatte. Man solle sie auf die mittelschule schicken, heißt es darin, obwohl sie intelligenzmäßig eher im unteren bereich dessen liege, was dafür erforderlich sei. Heute ist sie professorin und verkehrt mit den geistesgrößen der welt. All dies war für die angehende journalistin wohl uninteressant, denn sie meldete sich nie wieder. Als der schulleiter dies erfuhr, meinte er als hobbyweingärtner: „es gibt nicht nur beim wein gute und schlechte jahrgänge, sondern auch bei der ausbildung von journalisten. Dieser war insgesamt kein guter jahrgang.“ Lichtenberg sagt: „Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl, ist das allemal im Buch?“ ich meine: gilt auch für journalistINNen und antiquariate
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Gerade hat 1 kunde die autobiografie von leni riefenstahl hingelegt, um sie später zu bezahlen. Während er weiterstöbert, suche ich die stelle, wo sie ihre beauftragung für den film über den reichsparteitag 1933 schildert. Demnach wurde sie von hitler völlig überrascht damit. In den handschriftlichen tagebüchern von gerdy troost hingegen, die ich besitze, wird geschildert, beide damen seien morgens um 2 allein bei hitler in der reichskanzlei gewesen, wo leni 1 tränendrama inszeniert und der führer aus lauter „rührender Verantwortung“ ihr den auftrag erteilt habe. Ich bin geneigt, eher der 2. Version zu glauben. Dieses treffen mag charlier und de launay bewegt haben zu dem satz: “Unter den Frauen, die an eine Ehe mit dem Führer hätten denken können, schienen zwei ernsthafte Chancen zu haben Leni Riefenstahl und Gerdy Troost“. dazu schreibt troost in ihrem tagebuch (mir vorliegend im original): „Darüber hätte auch A.H. herzlich gelacht“.
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ich erwarb gestern 1 aquarell, monogrammiert EB: "frau mit katze". die frau erinnerte mich an frau dr v. braitenberg, die mal bei mir 1 gemälde kaufte, auf dem ihr haus in italien abgebildet ist! mir war nicht (mehr?) bewusst, dass sie gemalt hat. aber ihre tochter bestätigte mir nun die urheberschaft ihrer mutter. der schwiegersohn von frau b. hat über mich interessantes geschrieben. man findet es hier, wenn man in der suchmaschine oben rechts BOZZI eingibt.
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„völlig uninteressant“, da sie nicht aus der zeit vor 1945 sind. Zu unrecht! Denn nun entdeckte ich neben vielem anderen von bedeutung, dass die autorin ihn darin als taugenichts bezeichnet und als „gerissenen Fuchs“, der mal mit drogen gehandelt habe! Der beschuldigte selbst hatte mir gesagt, gerdy troost, so heißt sie, sei „ziemlich schräg draufgewesen“ und habe jeden ausspioniert. Ich liebe es.
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über aussprache des klass. Lateins. Alle (!) teilnehmerINNEN waren also philologINNen. Da ich gern hecksperimentiere, ließ ich sie die einfachsten (!) deutschen wörter aussprechen. NIEMAND hatte dabei null fehler. Wenn ich dasselbe in orthographie machen wollte, würden mir 3 hecksempel reichen: mon chéri, Bertrand Russell, subsumieren. schreiben fast alle falsch.
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dass hitlers architektin in ihrem tagebuch seinen auftritt beim grand prix der volksmusik 1989 als "Sternstunde der Menschheit" bezeichnet
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ns-"marsch der phrix werke" siegburg (nicht bei google); privatfoto des württbg. königs mit pferd (rück. beschriftet "Seine Mayestädt"!), für fa. friedrich haussmann/memmingen... mehr 

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