1. lese gerade in eigenhändigen briefen des dichters albrecht goes, die die erben der empfängerin (zu meinem glück) nicht aufgehoben haben, und finde dort den hinweis, dass sie selbst dichete, so dass es mich schmerzt, ihre gedichtmanuskripte nicht aufgehoben zu haben, da ich sie für bloße abschriften von texten anderer hielt. 2. meine patentante hat einen genau 35 jahre alten brief von mir an sie aufgehoben und mir soeben zurückgesandt. Die begegnung mit meiner eigenen vergangenheit erregt starke gefühle.
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in einem buch von 1934 entdecke ich einen stempel der schwedischen botschaft in london: "special division for safeguarding roumanian interests", die ich bei google nicht finde. steht die 1. crowd-enthüllung bevor?
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ausgerechnet in einem kirchlichen gesangbuch um 1920 finde ich ein exlibris, wohl vom autor selbst: ein foto zeigt ein völlig nacktes mädchen, ca 5, auf einem bärenfellähnlichen teppich und büchern stehend und in ein buchregal langend. offenbar ganz arglos widmet "der  großonkel" es "seiner lieben großnichte". was soll man nun dazu sagen in zeiten, wo solche darstellungen bald verboten werden?
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aber kaum allgemein bekannt ist, dass sie trotz ihrer herkunft als kaufmannstochter mit napoleon verlobt war, später aber den grafen bernadotte heiratete, dessen nachfahre noch heute könig von schweden ist. sie starb symbolhafterweise nach dem besuch des theaterstücks DAS LEBEN - EIN TRAUM. Désirée Clary – Wikipedia Bernardine Eugénie Désirée Clary (* 8. November 1777 in Marseille, Frankreich; † 17. Dezember 1860 in Stockholm), verheiratet 1798 Désirée Bernadotte, wurde 1818 unter dem Namen Desideria Königin von Schweden und Norwegen. de.wikipedia.org
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In einer soeben eingetroffenen verlegerbibliothek finde ich einen zettel "Verlagsarchiv soll GESAMT beieinanderbleiben". und was ist geschehen? es landet, wohl eh schon unvollständig, bei mir und wird nun in alle winde zerstreut.
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der antiquar h. aus d. bekommt in 1 woche herein: professorenbibliothek (5000 bücher), verlegerbibliothek (3000 bücher), reste eines anthroposophenflohmarkts (1000 bücher). in derselben zeit verkauft er 50 bücher. berechne, wann der antiquar ausverkauft sein wird.
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vermutlich als student, was dem stadtarchiv TÜ unbekannt war. so was bringt mir glatt 5€ umsatz ein.
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Es bietet mir jedenfalls die bühne für einige unsterbliche anheckdoten. So als meine frau letztes jahr vom bildnis einer asiatin ein foto machte und mir zumailte. Ich leitete es an die japanische botschaft weiter und übersah, dass meine frau die datei flapsig „japse“ benannt hatte. Kein wunder, dass ich nie antwort bekam.
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meine handbibliothek ist ca 300 regalmeter lang. meine fußbibliothek, das sind die bände, die bis zu 4 fuß hoch gestapelt oder gehäuft davor auf dem fußboden herumliegen, noch uneinsortiert, umfasst etwa 500 weitere nachschlagewerke.
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erfand im 18. jhdt. die briefwaage, die so genau war, dass sie das gewicht einer unterschrift wiegen konnte. Der hauptautor meines kleinen verlags, Reinhard Breymayer, hat nicht nur hahns leben erforscht, sondern ist auch träger des philipp matthäus hahn-preises. Sein buch über hahns wunderuhr, die bis zum ende der welt laufen sollte, war mein 1. ausverkauftes. Mein bester kunde besaß eine diamantbesetzte taschenuhr hahns, die aus dem altpapier gerettet wurde. Jüngst hatte ich den nachlass des malers hans hahn, der vielleicht auch mit Ph.M. verwandt ist, sicher aber das denkmal für ihn vor dem philipp matthäus hahn-gymnasium in leinfelden-echterdingen geschaffen hat. Nun entdeckte ich, dass darwin nach reutlingen geschrieben hat, an einen otto hahn, der nachweislich mit philipp matthäus hahn verwandt ist.
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manchmal kamen paare (m/w) in meinen tübinger laden, von denen sie gleich zum schmuck kam, während er zu den kameras ging, um daran herumzufummeln. umgekehrt ist es jedenfalls nie passiert.
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rilke war sein sekretär. der bibliotheksnachlass des wichtigsten rilke-herausgebers nach dem krieg, ernst zinn, ist bei mir.
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Und ich verwende das wort so gut wie nie! Ein reutlinger anwalt entdeckte 1879 spuren von leben in meteoritenspuren auf der erde und brachte mit seiner these, dass leben von außerhalb der erde stammt, darwin zu dem ausruf: „what a wonderful discovery“. Meines wissens ist das auch heute wieder stand der wissenschaft, fast 150 jahre später! Man lese: link 
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aus einem pädagogenhaushalt bekomme ich unikatarbeiten um 1960 herein, in denen schultests von dutzenden kindern aus reutlingen ausgewertet werden, mit namen der geprüften! das spektrum reicht von "hilfschule"-empfehlung bis zu spitzenleistungen. zu gern würde ich herausfinden, was aus den kindern geworden ist und ob sich das ergebnis mit der pädagogischen analyse von vor über 50 jahren deckt.
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ich frage mich, ob das stück aus der familie des gleichnamigen dr. w... aus t. stammt, der mal bei mir im laden war, als ein kunde eine kiste bücher brachte. dr. w. griff hinein und sagte zu dem kunden: "dieses buch kaufe ICH Ihnen ab". der kunde war anständig genug zu sagen: "das biete ich herrn heck an"
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für seine unterrichtsstunden "deutsch für ausländer". ich: "wahrig, wahrig, rette mihi meine lectiones". nach der verlorenen schlacht im teutoburger wald soll kaiser augustus gesagt haben: "Vare, legiones redde!" Oft zitiert als "Vare, Vare, redde mihi legiones meas!": "Varus, gib mir meine Legionen wieder"
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nur literarisch interessierte kennen seine geistreichen essays. Dadurch ist er vor allem als humorist bekannt. wenige wissen, dass er politisch engagiert war. Und kaum jemandem ist bekannt, dass er ein fast 400-seitiges buch gegen könig leopold II von belgien geschrieben hat, den er für bis zu 15 millionen (!) tote im kongo um 1900 verantwortlich macht. Dass diese schrift den verkauf meines teuersten objekts noch weiter erschwert, eines bislang unbekannten porträts dieses laut twain bis dahin größten menschenschlächtes, dürfte außer mir niemanden bekümmern. So hat z.B. ein auktionshaus in brüssel den verkauf des gemäldes mit hinweis auf die politische problematik schon abgelehnt.
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Es waren nämlich im laden nur zwei. 1. Einmal kam ein anbieter mit einem wertvollen gemälde, für das er einen sehr hohen betrag verlangte, den ich nicht ohne weiteres riskieren wollte. Ich rief also meinen besten kunden, einen echten kenner, an: “Können Sie kommen?“ – „Nein, ich hab einen termin“. Ich: „BITTE!“ Also kam er und sagte: “wenn Sie es nicht kaufen, kauf ich es“. DAS war mir expertise genug: ich investierte den betrag und verkaufte das werk für einen sechsstelligen preis. 2. stammkunden von mir sammeln einen speziellen künstler. Einmal hatte ich eine ganze sammlung davon an der hand, die ich ihnen anbot. Sie gaben mir vorab einen sechsstelligen betrag mit, ohne quittung. Heute – und so komm ich drauf - bot ich denselben kunden wieder ein werk dieses künstlers an und erwähnte auch den kollegen x, der denselben kunden werke desselben künstlers auch anbietet. Dabei stellte ich mich mit ihm auf eine stufe, was der kundin nicht behagte. fast empört sagte sie: „also zwischen Ihnen und dem x besteht aber schon ein großer unterschied“. Ich hör’s gern.
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ohne ihn wäre die stadt ein weißer fleck auf der kulturkarte. er ließ aber die pfullinger hallen im jugendstil bauen und zog unter adolf hölzels aufsicht künstler von rang dorthin, u.a. den schweizer hans brühlmann. als ich mal einen brühlmann erworben hatte, kam am selben tag eine schweizerin in den laden, am akzent zu erkennen. ich bot ihr den brühlmann an, sie kaufte ihn.
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