der chemiker G. hat sich das leben genommen. im internet steht ein gut recherchierter artikel über dieses drama. seine bücher landen bei mir, darunter das standardwerk über bestimmte chemische substanzen. der autor V. dieses buchs ist mein kunde. von einem seiner verwandten V. habe ich ein manuskript von 1858 hereinbekommen. beides letzte woche.
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der m.W. einzige lebende verwandte des dichters, und zeigte mir einen womöglich zeitgenössischen scherenschnitt goethes um 1790, eine echte entdeckung.
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Sully Prudhommes schilderung von auktionsszenen inspirierte mich zu meinem eigenen buch „die auktion in der literatur“.
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lieblingskollege föll war heute nachmittag ca 50 km entfernt in einem haushalt, wo er ein bild sah mit demselben malermonogramm, wie ich eins heute früh erworben hatte. das bild dort war identifiziert, während ich von meinem nur wusste, dass ich das monogramm zwar kannte, aber wohl sehr lange gebraucht hätte, um mich wieder an den namen des künstlers zu erinnern, der sich dahinter verbirgt.
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als ich mit meinem lieblingskollegen föll gerade viele möbel abholte, fuhren wir an seinem laden vorbei. ich sah, wie dort leute hineingehen, und dachte mir: wie kann das sein, wenn der chef neben mir sitzt? darauf angesprochen, stellte föll fest, dass sein mitarbeiter gestern vergessen hatte abzuschließen! auf den 1. blick fehlte nix!
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gerade ist ein kollege hier, der berichtete, dass ihn ALLE mitarbeiter bestohlen haben, die er je hatte. davon muss ich mich erst mal erholen.
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  Gestern war ein kollege da, der vor etwa 30 jahren bei einer nachlassversteigerung meines vaters für 700 dm eine tüte mit „modeschmuck“ erwarb, der sich anschließend als komplett echt herausstellte und ca 70 000 dm wert war. seitdem handelt der mann mit schmuck. Da meine branche die einzige ist, die sich noch ihres schwachsinns berühmen kann (wie jüngst, als ein auktionshaus ein objekt mit 100 € bewertete und mit 250 000 zuschlug), bin ich hier ganz richtig.
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  Das schwäbische kochbuch von luise hainlen finde ich weltweit in keinem antiquariat. Ich habe es 4 x da!
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  Neulich entdeckte ich ein porträt bei einem lieben kollegen. 1. bei ihm stand es schon 7 jahre herum, ich verkaufte es innerhalb von 30 minuten. 2. An seiner these, wen es darstellte, zweifelte ich von anfang an. Ich meinte, darin ein kundin von mir zu erkennen, die ich etwa 70 jahre nach dem entstehungsdatum des bildes kennengelernt hatte. 3. Als ich dem kollegen freudig von meinem verkaufserfolg berichtete, erwartete ich anerkennung. Stattdessen hörte ich vorwürfe, er habe mir keinen verkaufsauftrag erteilt, sondern nur um die identifizierung der porträtierten gebeten. 4. Als ich dann noch auf sein drängen mitteilte, wem ich es verkauft hatte, und er sagte, dem verkauf hätte er dann erst recht nicht zugestimmt, bekamen wir krach. Ich schrie dabei so laut ins telefon, dass mein hund erstmals verängstigt das büro verließ. (zum glück versöhnten wir alle uns wieder.) 5. am bemerkenswertesten finde ich aber, dass die porträtierte einen solchen gegensatz zu ihrer schwester darstellte, wie ich ihn noch nie erlebt habe, von äußerlichkeiten wie haarfarbe, gewicht und attraktivität ganz abgesehen: Beide aus derselben familie, hat die eine einen fabrikanten geheiratet. Wenn sie mit ihrem chauffeur kam, stand sie kerzengerade, herrinnenhaft und kühl vor mir, ganz frau direktor. Ihre schwester hingegen hatte keinen reichen mann geheiratet und ihren sohn durch suizid verloren. Sie lächelte unterwürfig, mit weinerlicher stimme, gebeugt von ihrem schicksal. Ich erzähle dies erst jetzt, weil ein ehemaliger prokurist der inzwischen gestorbenen fabrikantengattin jüngst bei mir war und meine eindrücke bestätigte. Was ich nicht wusste: dass die unglückliche auf ihre schwester neidisch gewesen sei..
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  Vor meinem laden stand eine kiste mit 10-pfennig – postkarten. Kommt eine adrette junge frau herein und fragt: „kostet die auch 10  pfennig? Die ist doch nur halb so groß.“ als ich bejahte, kaufte sie sie nicht. Eine andere legte eine 10-pfennig-karte wieder weg, weil sie gedacht hatte „je 0,1 dm“ bedeute: je 1 pfennig. Die einführung des € brachte mir erheblichen wohlstand, da ich seitdem „je 10 cent“ verlange.
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  Eine meiner reichsten kundinnen (25 mio?) probiert bei mir ein paar ohrringe für 30 dm an. Dabei fällt ihr der stecker herunter, den man hinter dem ohrläppchen und dem ohrring anbringt. Eine suche auf dem boden bleibt erfolglos. Sie: „ohne den ohrstecker will ich die nicht“!
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bei mir wollt mal eine kundin 1 messer für 12 dm kaufen und dafür zunächst ein brötchen zum probestreichen mitbringen. ich habe gehofft, dass sie ihre ankündigung wahrmacht - davon würd ich heute noch zehren.
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bekam gerade mehrere moebelprospekte um 1900 bis 1950 herein. die sachen kosteten vor etwa 100 jahre ungefaehr so viel in reichsmark, wie sie heute bei mir in euro kosten.
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ich hatte mal ein altes trichtergrammophon. eine kundin glaubte nicht, dass es funktionierte, so dass ich es ihr vorspielte. sie verlangte immer wieder, es aufzuziehen und die platte abzuhören, bis die einzige nadel, die ich hatte, stumpf war und somit nur noch krächzende und zuletzt gar keine musik mehr zu hören war. da sagte sie: "sehen Sie?"
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  Am waldrand von tübingen-lustnau stand lange (vielleicht noch jetzt) ein ausgemusterter grabstein mit der berufsbezeichnung webmeister. Wer weiß heute überhaupt noch, was das ist? ein meister, der das fach des webens erlernt hat. Den webmaster dagegen kennt heute jeder
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  2001 erwarb ich von einer frau etliche gemälde. Ihr mann lag todkrank daheim, ich redete einige worte mit ihm und war mir sicher, es würden unsere letzten sein. Etwa ein jahr später stand er putzmunter im laden und wollte „seine bilder“ zurück, während sich seine frau zwischenzeitlich erhängt hatte!
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link  spielt die hauptrolle in dem kinofilm "love steaks"
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Neu
im Laden:

plakat für "koko-erfrischungsmittel" der erfurter fa. strasser um 1935, carl christian Rückert: "der tote preuße" (erstausg. m. verf.widmung), radierung "musizierende engel... mehr 

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