ein fliesenleger berichtete mir jüngst, er habe seiner mutter ein „römisches bad“ eingerichtet. da bot ich ihm spontan ein mosaik an, dessen vorlage einst der römischen kaiserin galla placidia gehört hatte. Daraufhin er ohne zu überlegen: „das ist die mutter von kaiser valentinian III, um 450 nach christus“. da war ich platt, noch mehr, als ich die richtigkeit überprüft hatte! ich hätte beides nicht gewusst, obwohl ich latein studiert habe. der leidenschaft des fliesenlegers setze ich nun dieses virtuelle denkmal.
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einer meiner alpträume geht so: jemand fordert bei mir per anwalt etwas, woran ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann. Das unternehmen, das ich am meisten hasse, obwohl oder weil ich mit ihm geschäfte machen musste, war bislang die telekom (inzwischen ist es die kreissparkasse tübingen, doch dazu später mehr hier). diese ließ meinen alptraum wahr werden: Nachdem ich im februar 2009 zwei meiner telefonanschlüsse in tübingen gekündigt hatte und mir den erhalt der kündigung wohlweislich bestätigen ließ, buchte die telekom noch monate lang beträge ab, die ich halt genauso penetrant wieder zurückbuchen ließ. Nach 3 jahren nahm ich inzwischen an, sie habe resigniert die forderung abgeschrieben. Doch weit gefehlt: heute wurde mir eine klage zugestellt, die sie beim amtsgericht TÜ eingereicht hat. Das schlimme war nur, dass ich die kündigungsbestätigung nicht mehr fand. nach so langer zeit und bei 2500 qm auch kein wunder. Doch nach aufregender suche fand ich sie glücklicherweise wieder. heute erfahre ich nun, dass die telekom ihre klage zurückgenommen hat! inzwischen habe ich übrigens meine 5 telefone und sogar mein electronic- cash-gerät nicht mehr bei der telekom laufen. (gleichermaßen  habe ich meine zahlreichen konten bei der ksk tü gekündigt) sobald es alternativen gibt, muss man mit solchen leuten ja keine geschäfte machen....
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Heute war ich zu meinem 8. prozesstermin gegen die kreissparkasse in tübingen. (und gäbe es in dusslingen ein gericht, würde ich fast gar nicht mehr hier rauskommen.) auf dem weg fuhr ich durch eine lange straße voller erinnerungen. Meine frau kann – wenn wir wo durchfahren - fast überall einen verehrer nachweisen, bei mir sind es meist geschäftliche erlebnisse: am anfang der straße wohnt ein jurist, der mir mal ein buch präsentierte, „aus dem altpapier mitgenommen“. Ich als laie musste ihm als dr. jur. sagen, dass das von den gerichten als diebstahl betrachtet wird! Viel später versteigerte ich den nachlass seiner exfrau, mit deren mutter ich auch schon geschäfte gemacht hatte. Ein paar häuser weiter: hier räumte ich den nachlass einer adligen psychologin, die sich das leben genommen hatte, ebenso wie jahre später ihr anwalt, der mir diesen auftrag verschafft hatte, sie dem wahn nahe, er in der schuldenfalle. Dann kommt ein restaurant, wo wir oft gegessen haben: sein inhaber hatte einen autounfall, bei dem sein söhnchen ums leben kam. Dann fuhr ich an der kanzlei des schwächsten anwalts vorbei, den ich je hatte, aber auch an der meines derzeitigen und relativ erfolgreichen. Es folgt die wohnung eines journalisten, der sich unerkannt über den kiesinger-nachlass bei mir informierte und schon am nächsten tag alles in die zeitung setzte, was zwar einen riesen medienhype gab, aber auch den abbruch der beziehung zur kanzlerwitwe zur folge hatte. Am schönsten die geschichte eines griechisch-deutschen ladeninhabers, der mir eine wundervolle bronze verkaufte, die angeblich ein geschenk des königs von ägypten an den könig von griechenland war. Sein vater soll sie bei einer auktion im palast von athen ersteigert haben. Als ich melina mercouri als griechische kultusministerin anschrieb, um mir dies bestätigen zu lassen, erhielt ich zur (vorzeigbaren) antwort, dass der auf dem kamel reitende negroide knabe „wohl kein könig von griechenland“ sei. Ich verkaufte die wundervolle bronze, eine der schönsten meines lebens, auch so und erwarb sie nach dem tod des käufers von seinem erben sogar wieder zurück. Daneben die wohnung eines bauträgers, von dem ich mal eine immobilie erwarb, im nachbarhaus eine burschenschaft, wo ich bei einer hochzeit war: unvergesslich furchtbar, dass ich mich von meiner schwägerin dabei zum tanzen zwingen ließ. Um welche straße handelt es sich?
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natürlich nur, weil mich die bisherige regalordnung quasi dazu zwingt: die sich weitgehend aufs geschäftliche beschränkende anekdotensammlung passt nicht so recht ins regal  "bundesrepublik", da sie nicht staatstragend ist. zu den vergangenen epochen gehört sie eh nicht. denkbar wären natürlich auch  "kranke" oder "verbrecher", das wäre aber keine gute werbung. ein "forscher" bin ich auch nicht, obwohl ich 70 publikationen vorweisen kann. auch kein künstler. so blieben mir nur die wohltäter. oder wäre komiker passender?
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ich besitze ein gedichtbändchen von 1914 von einem gewissen eugen sauter, über den ich nicht das geringste im netz herausfand. in nellingen nun gibt es einen eugen-sauter-weg. doch mein anruf bei der gemeinde dort brachte ein ernüchterndes ergebnis: eugen sauter heiße eigentlich gottlob sautter, doch die 2 fehler seien nun halt mal passiert. da ich das buch inzwischen verkauft habe, hat mein erkenntnisinteresse eh nachgelassen. dem käufer, meinem besten kunden aus gaildorf, der sogar in einem buch von thaddäus troll erwähnt ist, wünsche ich beim recherchieren mehr erfolg.
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dass ich darin erwähnt bin als verleger eines buchs über den weltberühmten uhrmacher, wäre keiner rede wert. aber darin ist auch die diamantbesetzte taschenuhr hahns abgebildet, die meinem besten kunden gehört hat und die der – durch krankheit mental beeinträchtigt - im altpapier versteckt hatte, wo sie fast verloren gegangen wäre, wenn nicht der lover des kunden das versteck preisgegeben hätte. (da er eh keine schlüssel mehr zur wohnung hatte, weil das schloss ausgetauscht war, hatte er nichts vom verschweigen.) die anwältin und testamentsvollstreckerin, die die uhr so gerettet hat, sitzt inzwischen für über 3 jahre wg. unterschlagung im knast, während der lover einige monate zuvor in XY kam als räuber mit millionen-beute. Die 100 000 € belohnung bekam ich nicht, da er sich selbst stellte. Die hälfte meiner webmaster weigert sich leider bislang, diese unglaubliche geschichte für youtube zu verfilmen, da dadurch angeblich persönlichkeitsrechte des kunden berührt seien, was ich nicht so sehe, da er nicht genannt wird. Ich fürchte, das glaubt mir wieder niemand. ich kann aber als beweis vorlegen: foto des räubers mit meinem kunden, eine quittung von philipp von württemberg, der i.A. eines auktionshauses den erhalt der hahn-uhr von meinem kunden bestätigt hat (mit einem schlichten, aber beeindruckenden „württemberg“ signiert) und eine email des gegen die anwältin ermittelnden kripo-beamten, der auch mich befragt hat.
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von theophilus carey callicot. dank internet fand ich schnell herus, wer der mann war. da er 1826 geb. wurde und bis 1920 in new york lebte, kann er nicht opfer nationalsozialistischen raubes geworden sein, wie eine mit raubkunst befasste berliner bibliothek angab. womöglich hat ein verfolgter jüdischer sammler ein exlibris aus dieser bibliothek besessen, so dass es zu dieser verwechslung kam. in berlin nahm man meinen hinweis dankbar zur kenntnis.
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die angeblich den "alten fritz" darstellt. nun kam ein kunde, der die figur als seine eigene schöpfung identifizierte. er verlange für solche figuren 1500€. trotzdem wollte er sie nicht mal für 80€ zurückkaufen. er bestätigte mir auch, dass es sich nicht um friedrich den großen handle.
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und das bei mir landete, fand ich heute morgen einen zeitungsartikel über meine 1. verlagspublikation. da diese aus dem jahr 1985 stammt, bin ich nicht schuld daran, dass es der vorbesitzer zu mehreren einträgen in das buch "furchtbare juristen" geschafft hat für seinen eifer im 3. reich. so soll er dafür plädiert haben, einen polen aufzuhängen, der einer deutschen eine handtasche geklaut hatte. das geht selbst mir zu weit...
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bei mir sind es sicher weniger als 8. man sagt: essen wegwerfen ist sünde. neulich hab ich 9 tage lang linsen gegessen! viele wenden den satz auch auf bücher an. insofern bin ich in meiner branche wohl richtig, wo schwäbischer aufhebzwang sich mit ökologischer verantwortung, respekt bzw dankbarkeit paart.
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nachdem ich vor wenigen wochen erstmals wissentlich einen lieben bekannten durch rauschgift verlor (wenn es nicht suizid war, die häufigste todesursache unter meinen bekannten), sagte ich am sonntag noch zu meiner frau, dass wir bislang niemanden persönlich kennen, der durch eine straftat ums leben kam. schon 2 tage später war es so weit - der zahnarzt, der gestern abend von seiner frau in tübingen erschossen wurde, war seit jahrzehnten mit meiner frau bekannt, ich kenne ihn nur flüchtig. ein schauriger zusammenhang.
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Se. Ro. kaufte bei mir 5 rähmchen und ließ 1 davon hier liegen. das ist nicht so dubbelig wie die kundin, die bei mir ein therapeutisches buch gegen vergesslichkeit erwarb, zahlte und dann - hier vergaß.  ich selbst habe vergessen, ob sie es je bemerkt hat.
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vor allem wegen des zeitaufwands. (schließlich habe ich ja 2 läden, wohin man sachen bringen kann.) aber auch, weil ich vor genau 30 jahren mal unter diebstahlsverdacht geriet: ausgerechnet die ca 90-jährige schwiegermutter des landgerichtspräsidenten vermisste nach meinem besuch ihre silberlöffel, die sie zum glück tage später wieder fand. als ich dies am sonntag einer kundin erzählte, die ich ausnahmsweise besuchte, weil sie 1. gehbehindert ist und 2. nur 500 meter luftlinie weiter wohnt, fiel ihr ein: "ach, silberlöffel habe ich auch noch zu verkaufen!" so hatte das damalige horrorerlebnis nach jahrzehnten noch sein gutes.
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folgendes gedicht: "Schlaf, mein Wulff. Es kommt die Zeit, Regen rinnt, es stürmt und schneit. Lebst in atemloser Hast. hättest gerne Schlaf und Rast. Schlaf, mein Wölfchen, schlaf". (heinrich tieck, freude mit kindern)
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autograph von link  urkunde aus der kanzlei des ermordeten link  schweizer lehrtafel zum 1. weltkrieg http... mehr 

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