1 meiner romanideen beginnt mit einem übersehenen stempel in einem buch, so wie gerade entdeckt: jemand hat aus hitlers reden feinsäuberlich den vorsatz und damit spuren des vorbesitzers herausgetrennt, aber den stempel hinten im buch von 1942 vergessen, den ich leider nicht erklären kann: „Buch-Nr. des Hama XVII:......(Stammverzeichnis!) „Buch-Nr. des Meldeamts... (Stammverzeichnis II)“ wer weiß weiter?
Gerade verkaufte ich 1 urkunde des später hingerichteten, aus rottenburg (krs. TÜ) stammenden widerstandskämpfers eugen bolz, in der er 1 verdienten „Mutternpresser“ auszeichnet, also 1 mann, der schraubmuttern herstellt. https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Bolz
ist elementar für einen kunsthändler. Normalerweise gelingt mir das auch. Etwa 1x pro jahrzehnt habe ich dabei aber zweifel. Diesmal rief ich die tochter des künstlers an, für die er das buch geschaffen hatte und das die fragliche signatur trägt. Dabei stellte sich heraus, dass ich mehr über das buch weiß als die beschenkte. da sie mir in der frage nicht weiterhelfen konnte, blieb mir nur der vergleich mit einem andere exemplar des buches. Wenn an derselben stelle dieselbe signatur ist, ist es wohl gedruckt. Und nun entdeckte ich im eigenen bestand eine doublette und kann jetzt sicher sagen: beides mal an verschiedener stelle handsigniert.
darunter den eines mir unbekannten autors, was mich nur wenig wundert. Dass das buch gleich 2x dabei ist, schon eher. In 1 der exemplare liegt aber 1 zeitungsausschnittt, in dem das pseudonym des autors enthüllt und er mit klarnamen genannt wird. Dass er ein kunde von mir ist, erstaunt mich nicht sehr, eher die tatsache, dass er in seinem roman laut dem zeitungsartikel authentische fälle aus seiner rechtsanwaltspraxis verarbeitet, die sich wiederum um menschen drehen sollen, die ich kenne.
als sagen „ich könnte einen roman schreiben“
für die widerstandsgruppe um hans und sophie scholl schlage ich vor, den titel der mir vorliegenden gleichnamigen anthologie von 1941 mit dem aussagekräftigeren untertitel: „Wunderbare Erzählungen von seltsamen, schönen und tapferen Frauen“ zu bedenken. zumal es in der erzählung um die tötung eines verbechers aus notwehr geht und um ein grab, aus dem eine weiße rose sprießt und wo man sich etwas wünschen darf. ps: ich war in derselben schule wie hans scholl.
nach dem preis meines „gemäldes mit dem turiner grabtuch“. Ich stutze und lasse es mir zeigen, da ich mich daran nicht erinnere. Es zeigt tatsächlich etwas anderes, nämlich das schweißtuch der veronika. beide bilden zwar das antlitz christi ab, 1x aber mit dornenkrone, 1x ohne.
davon haben zwei etwas aus meinem bestand erworben. Da delors seine erwerbung kohl schenkte, hatte der 2 sachen aus meinem haus. https://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenb%C3%BCrger_Europas
auf seite 3 nach den berichten von helmut kohls machtergreifung, am 7.3.1983, erschien ein halbseitiger artikel von mir in der stuttgarter zeitung über f.c. oetinger. 1985 dankte kohl mir brieflich für 1 von mir übersandtes hölderlin-buch. Der eu-chef jacques delors ließ bei mir 1 geschenk für kohl kaufen. Ich empfahl schiller, da der auch in oggersheim war. 30 bücher von kohl und über ihn und seine frau hier zu haben.
Ein überweisungsschein in höhe von 50 milliarden reichsmark (wenn ich eine 5 mit 10 nullen richtig lese) aus der inflationszeit (27.10.1923) schafft es auf anhieb unter meine lieblingsfundsachen aus büchern.
an dem ich maßgeblich mitgewirkt habe. Leider hat die herausgeberin den von mir in jahrelanger arbeit verfassten lebenslauf nicht mit meiner autorenschaft gekennzeichnet, so dass nun jedermann annimmt, sie hätte ihn verfasst. Das war wohl auch ihre absicht. Aber da ich diesen diebstahl geistigen eigentums kommen sah, hab ich 2 fehler eingebaut, die sie prompt übernommen hat.
wird bei w.s. maugham ein inder genannt, was mich semantisch erstaunt, nicht politisch. Ihn gab es tatsächlich, sein name ist virendranath chattopadyaya. bücher aus der bibliothek seiner lebensgefährtin bei mir zu haben
und leihen einander daher auch bücher aus. Der 1 fertigt 1 verzeichnis seiner verliehenen bücher an, in dem der name des anderen oft vorkommt. Von beiden hab ich die bibliotheken. Wenn es nicht so aufwändig wäre, würde ich zu gern feststellen, welche bücher nicht zurückgegeben wurden, statt dessen aber an mich verkauft
darunter viele belegexemplare der bücher, die er gedruckt hat. in 1 seiner bücher ist wiederum 1 von mir verlegtes buch erwähnt.
Da drängen sich mir natürlich parallelen auf: grabhügel – feldhernhügel, Bepflanzungsplan – vormarschplan, 3 schrittplatten erinnern an die arbeit der pioniere, die anordnung der 11 rhododendren in 8 versch. Arten an schlachtordnung, die 12 qm grabfläche an einen postumen paradeplatz. Aber vielleicht bin ich ungerecht?
(ermordet?). die tat veränderte die gesellschaft. Ich war damals 10 und von alledem noch unberührt, bekam aber später mehrfach mit einigen hauptbeteiligten der tragödie zu tun: 1. Der deutsche staat, genauer heinrich lübke, schenkte dem schah zu seiner krönung das modell eines rekonstruierten persischen tempels. Verantwortlich dafür war prof dr heinz luschey aus TÜ, dessen bibliothek ich hier anbiete. 2. 1967 war Kurt Georg Kiesinger Regierungschef der "Großen Koalition" und deutscher Bundeskanzler. Seine Einladung an den Schah von Persien zum Staatsbesuch in Deutschland löste in Berlin Unruhen aus, die am 2. Juni 1967 zum Tod des Benno Ohnesorg führten und infolgedessen zu einer ausufernden Studentenrevolte, zu der bis heute nachwirkenden 68er-Revolution. 3. Als der wenig später herausgegebene prächtige Fotoband des Burda-Verlags: "Krönung in Teheran - Persiens Kaiserpaar" verramscht wurde, erwarb ich (elfjährig) ein Exemplar davon in der Buchhandlung Aigner in Ludwigsburg, für 5 DM. Ich erinnere mich so genau an den Vorgang, weil ich von den Fotos der Kronjuwelen des Herrscherpaars auf dem Pfauenthron in Teheran fasziniert war. Hier übten Macht und Schönheit eine Wirkung auf mich aus, die wohl jede klassische Burda-Leserin nachvollziehen kann. 4. Als ich 1982 anfing, Kunst- und Antiquitätenversteigerungen in Tübingen durchzuführen, lud ich auch öfter brieflich den Altkanzler dazu ein, der inzwischen hier wohnte und als Schöngeist galt. Doch leider ließ er sich nicht zu einem Besuch bewegen. 5. Im März 1988 musste ich auf dem Fußweg in meinen Laden am Kupferbau in Tübingen halten, als eine Staatskarosse direkt vor mir vorbeifuhr, darin ein Sarg! Als ich mich umdrehte, sah ich den Stadtfriedhof voll von Trauernden. Am Abend zeigte das Fernsehen den Staatsakt für Kurt Georg Kiesinger auf der Königstraße in Stuttgart. Das war die einzige Begegnung zwischen mir und diesem Staatsmann, in einem Abstand von weniger als einem Meter zu seinem Leichnam. Ich war erschüttert. 6. Nachdem ich daran schon lange nicht mehr dachte, betrat im April 1990 - zwischenzeitlich war ich 33 - eine freundliche Dame mein Antiquariat und fragte nach der berühmten pietistischen Darstellung "Vom breiten und vom schmalen Weg". Ich beschaffte die Grafik, die Kundin war hoch zufrieden. Sie wollte nun wissen, ob ich auch Bilder bewerten könne, was ich bejahte. Kurz darauf brachte sie ein Gemälde mit, auf dem prunkvollen Rahmen eine goldene Krone. Ich fragte die Dame, was das bedeute. Sie erklärte, dies sei die Tiara des Papstes. Ich wollte nun wissen, wie sie an das Bild gekommen sei. Sie antwortete: "Das hat ER meiner Mutter geschenkt." Ich: "Wie heißt denn Ihre Mutter?" Sie: "Kiesinger". Schluck! Jetzt nur nicht nervös werden: Die freundliche Person war die Tochter des Exbundeskanzlers. Ich nahm den Schätzauftrag an und fand heraus, dass das Bild - typisch Vatikan? - eine Kopie war: Christus Pantokrator nach van Eyck. Nun wollte die Tochter Kiesingers mir das Bild aus dem Besitz von Papst Paul VI. verkaufen. Sie habe aber noch viel mehr, und ich solle mal in die Engelfriedshalde kommen. So saß ich noch am selben Abend der ehemaligen First Lady gegenüber, Marie-Luise Kiesinger, in dem Sessel, in den so mancher Politiker staatstragend sein Gesäß platziert hatte. Vor Aufregung hatte ich zwischenzeitlich Kopfweh. Die Verkaufsverhandlungen waren dennoch erfolgreich, so dass ich anschließend kubikmeterweise neben viel Wertlosem auch Kostbares aus dem Nachlass des Kanzlers erwarb, darunter die Staatsgeschenke des Kaisers Hirohito von Japan und von Charles de Gaulle. Ferner konnte ich aus Kiesingers Bibliothek sein eigenes Exemplar mit der Nummer 1 einer von ihm selbst veranlassten prachtvollen Buchausgabe zum Staatsbesuch von Königin Elizabeth II erwerben. Zuletzt waren noch die Geschenke des Schahs und seines - später vom Chomeini-Regime hingerichteten - Außenministers Hoveyda, mit deren Besuch anno 1967 ich nun plötzlich auf ganz eigentümliche Weise verwoben war. Der größte Medienrummel meines Lebens Diskretion über das normale Maß hinaus war mit der Familie Kiesinger nicht vereinbart, so dass ich mich nicht verpflichtet sah, die (wertsteigernden) Besitzvermerke auf einzelnen Objekten zu entfernen, wie z.B. auf einem Steuerrad, das die Bundes-CDU "ihrem geschätzten Vorsitzenden" gewidmet hatte. Dies führte dazu, dass der Journalist Philipp Mausshardt mit seinem Artikel im Schwäbischen Tagblatt: "Aus Kiesingers Keller" einen gewaltigen Medienrummel lostrat. Der Erfolg war u.a., dass ein Käufer unbesehen den Wandschirm des Kaisers Hirohito kaufte, ein Kaufverhalten, das ich höchst selten erlebt habe. 7. Etwa ein halbes Jahr später starb auch die ehemalige First Lady, und die faszinierendste Geschichte meiner Laufbahn fand ihr Ende durch meinen Besuch am Grab der beiden Kiesingers. 8. In der biografie ohnesorgs aus der feder seines freundes uwe timm las ich, dass er sich nur an zwei politische debatten mit dem eigentlich unpolitischen benno erinnere, davon die eine über die als empörend empfundene ernennung von wolfgang fränkel zum generalbundesanwalt trotz dessen ns-vergangenheit. Er wurde 1962 entlassen, u.a. weil er im 3. reich einen mann hinrichten ließ wg „rassenschande“, obwohl der sex zwischen den beteiligten einvernehmlich gewesen war. Das von der ddr gegen ihn verfasste buch musste ich weglegen, weil es zu deprimierend war. Ich habe außer der von fränkel noch nie eine bibliothek gehabt, die so gelesen war. Wer es nicht glaubt, kann viele der von ihm signierten bücher hier sehen und erwerben. https://de.wikipedia.org/wiki/Benno_Ohnesorg