Lieber Böll als böller Lieber Chateaubriand als chateau neuf du pape Lieber Vincent van gogh als vincent klink Lieber de chardin als dujardin Lieber Canaris als cannabis Lieber Barnhelm als schutzhelm Lieber GBS (shaw) als gps Lieber shakespeare als weizenbier Lieber pu erh (grüner tee) als puer Lieber saitenspiel als saitenwurst Lieber zarathustra als zarah leander Lieber collAgen als collagEn Lieber brockhaus als blockhaus Lieber husserl als busserl
hab ich schon heute das buchhaltungsjahr 2006 entsorgt. Die bemerkenswertesten erinnerungen: ich wurde in einer villa von einer haushälterin in schürze empfangen, der gärtner fuhrwerkte draußen herum, die gnädigste selbst ließ mich im büro warten, wo mein blick auf unterlagen des sozialamts fiel, das ihren sohn unterstützte. Dann hab ich den haushalt eines mir gut bekannten kunden versteigert, dessen perücke auf einem ständer hing – etwas seltsame realpräsenz. Fürs fernsehen wurde ich als kunst-hecksperte gecastet, bekam die rolle aber nicht, es fehlt mir wohl der charme von sonja schrecklein, die moderiert, als würde sie auf einer dementenstation die weihnachtsfeier betreuen. In meiner autowerkstatt wurden mir zum wiederholten mal parkgroschen aus dem aschenbecher geklaut. Als ich in heilbronn telefonisch 1 nachlassauktion anmelden wollte, landete ich im ölhafen, was ich zum anlass nahm, die presse über diese dort offenbar unbekannte verkaufsmaßnahme zu informieren. Dieser bericht führte im nächsten jahr zu einem folgenschweren anschlussgeschäft, das mich wg körperverletzung vor gericht brachte. Ich verkaufte ferner innerhalb weniger stunden ein dt. kreuz in silber. Noch nach monaten kamen interessierte, die davon wind bekommen hatten. Ein werbefaxer musste über 1000 € an meinen anwalt zahlen wg verbotener werbung. Etliche menschen, die mir damals sachen verkauften, starben inzwischen. 1 weitere kundin ist die witwe des größten arbeitgebers der ehem. ddr, die nun unsere nachbarin ist. und 1 mitarbeiter jenes jahres kam später in die psychiatrie, weil er stimmen hörte. Sein wahnsinn zeichnete sich allerdings schon 2006 ab, als er ständig lohnerhöhung forderte.
ein professor besucht mich mit seinem kind, das sich für bücher interessiert, weshalb ich dem kleinen anbiete, irgendwann meinen laden zu übernehmen. Sagt der vater: „das wär das letzte“. Nun hoffe ich, mich auch im nächsten jahr solch allgemeiner wertschätzung durch meine lieben mitmenschen erfreuen zu dürfen.
über den seine erforscherin sinngemäß sagt: „wer will schon bei etwa null grad im kalten und dunkeln bei völliger unbeweglichkeit 10 000 jahre alt werden?“ was sie nicht weiß: dass auch in einem dusslinger antiquariat diese lebensform hecksistiert.
Aber es ist so schwierig, ihm/ihr was zu schenken, weil..." antiquar: da hab ich für Sie "der schwierige Mitmensch"
Wikipedia: Kurt Vonnegut, Jr. (* 11. November 1922 in Indianapolis; † 11. April 2007 in New York) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. als das LTT Tübingen vonneguts weltuntergang aufführte, wurde mein laden als background gefilmt vorgeführt The Metropolitan Museum of Art, New York besitzt nur eine mehrfach geprägte medaille von ihr, ich hab ein unikat www.vonnegut.com/ wiener maler https://de.wikipedia.org/wiki/Alois_von_Anreiter Alois von Anreiter – Wikipedia Alois von Anreiter entstammte ärmlichen Verhältnissen wirkte von 1816 bis 1825 in einer Handlung. Es drängte ihn aber zur Kunst, und so gab er das Geschäft auf. Er begann sich der Kunst zu widmen, wobei er keine Unterstützung fand. Zunächst befasste er sich mit der Ölmalerei... ihr sohn war der inhaber von https://de.wikipedia.org/wiki/Nußdorfer_Bierbrauerei Nußdorfer Bierbrauerei – Wikipedia ihr urenkel wolfgang bachofen von echt war mit gustav klimts tochter verheiratet!!
dass der baum geschlagen wird
tochter von queen victoria, mutter des 1. dt. kaisers wilhelm I, frau von kaiser friedrich III, großmutter von kaiser wilhelm II, stand die büste des chemikers aug. wilh. von hofmann aus hessen, ihres lehrers, aus dessen bibliothek ich gerade einige bücher erwarb. siehe Liste der Figurengruppen in der Berliner Siegesallee – Wikipedia
Die Vorgeschichte 1967 1967 war Kurt Georg Kiesinger Regierungschef der "Großen Koalition" und deutscher Bundeskanzler. Seine Einladung an den Schah von Persien zum Staatsbesuch in Deutschland löste in Berlin Unruhen aus, die am 2. Juni zum Tod des Benno Ohnesorg führten und infolgedessen zu einer ausufernden Studentenrevolte, zu der bis heute nachwirkenden 68er-Revolution. Diese Vorgänge berührten mich als Zehnjährigen jedoch in keiner Weise, und ich konnte nicht ahnen, dass ich selbst Jahrzehnte später mit diesen weltgeschichtlichen Dimensionen in Berührung kommen würde. Als der wenig später herausgegebene prächtige Fotoband des Burda-Verlags: "Krönung in Teheran - Persiens Kaiserpaar" verramscht wurde, erwarb ich (elfjährig) ein Exemplar davon in der Buchhandlung Aigner in Ludwigsburg, für 5 DM. Ich erinnere mich so genau an den Vorgang, weil ich von den Fotos der Kronjuwelen des Herrscherpaars auf dem Pfauenthron in Teheran fasziniert war. Hier übten Macht und Schönheit eine Wirkung auf mich aus, die wohl jede klassische Burda-Leserin nachvollziehen kann. Gescheiterte Kontaktaufnahme Als ich 1982 anfing, Kunst- und Antiquitätenversteigerungen in Tübingen durchzuführen, lud ich auch öfter brieflich den Altkanzler dazu ein, der inzwischen hier wohnte und als Schöngeist galt. Doch leider ließ er sich nicht zu einem Besuch bewegen. Die Begegnung 1988 Im März 1988 musste ich auf dem Fußweg in meinen Laden am Kupferbau in Tübingen halten, als eine Staatskarosse direkt vor mir vorbeifuhr, darin ein Sarg! Als ich mich umdrehte, sah ich den Stadtfriedhof voll von Trauernden. Am Abend zeigte das Fernsehen den Staatsakt für Kurt Georg Kiesinger auf der Königstraße in Stuttgart. Das war die einzige Begegnung zwischen mir und diesem Staatsmann, in einem Abstand von weniger als einem Meter zu seinem Leichnam. Ich war erschüttert. Der Nachlass Nachdem ich auch daran schon lange nicht mehr dachte, betrat im April 1990 - zwischenzeitlich war ich 33 - eine freundliche Dame mein Antiquariat in der Hafengasse und fragte nach der berühmten pietistischen Darstellung "Vom breiten und vom schmalen Weg". Ich beschaffte die Grafik, die Kundin war hoch zufrieden. Sie wollte nun wissen, ob ich auch Bilder bewerten könne, was ich bejahte. Kurz darauf brachte sie ein Gemälde mit, auf dem prunkvollen Rahmen eine goldene Krone. Ich fragte die Dame, was das bedeute. Sie erklärte, dies sei die Tiara des Papstes. Ich wollte nun wissen, wie sie an das Bild gekommen sei. Sie antwortete: "Das hat ER meiner Mutter geschenkt." Ich: "Wie heißt denn Ihre Mutter?" Sie: "Kiesinger". Schluck! Jetzt nur nicht nervös werden: Die freundliche Person war die Tochter des Exbundeskanzlers und Mutter von "Fröschle", die Älteren werden sich an diesen Medienliebling noch erinnern. Ich nahm den Schätzauftrag an und fand heraus, dass das Bild - typisch Vatikan? - eine Kopie war: Christus Pantokrator nach van Eyck, Wert etwa 5000 DM. Nun wollte die Tochter Kiesingers mir das Bild aus dem Besitz von Papst Paul VI. verkaufen. Sie habe aber noch viel mehr, und ich solle mal in die Engelfriedshalde kommen. So saß ich noch am selben Abend der ehemaligen First Lady gegenüber, Marie-Luise Kiesinger, in dem Sessel, in den so mancher Politiker staatstragend sein Gesäß platziert hatte. Vor Aufregung hatte ich zwischenzeitlich Kopfweh. Die Verkaufsverhandlungen waren dennoch erfolgreich, so dass ich anschließend kubikmeterweise neben viel Wertlosem auch Kostbares aus dem Nachlass des Kanzlers erwarb, darunter die Staatsgeschenke des Kaisers Hirohito von Japan und von Charles de Gaulle. Ferner konnte ich aus Kiesingers Bibliothek sein eigenes Exemplar mit der Nummer 1 einer von ihm selbst veranlassten prachtvollen Buchausgabe zum Staatsbesuch von Königin Elizabeth II erwerben. Zuletzt waren noch die Geschenke des Schahs und seines - später vom Chomeini-Regime hingerichteten - Außenministers Hoveyda, mit deren Besuch anno 1967 ich nun plötzlich auf ganz eigentümliche Weise verwoben war. Der größte Medienrummel meines Lebens Diskretion über das normale Maß hinaus war mit der Familie Kiesinger nicht vereinbart, so dass ich mich nicht verpflichtet sah, die (wertsteigernden) Besitzvermerke auf einzelnen Objekten zu entfernen, wie z.B. auf einem Steuerrad, das die Bundes-CDU "ihrem geschätzten Vorsitzenden" gewidmet hatte. Dies führte dazu, dass der Journalist Philipp Mausshardt mit seinem Artikel im Schwäbischen Tagblatt: "Aus Kiesingers Keller" einen gewaltigen Medienrummel lostrat: Berichte in DIE ZEIT, BILD, Live-Interview in Radio Luxemburg etc. Der Erfolg war u.a., dass ein Käufer unbesehen den Wandschirm des Kaisers Hirohito kaufte, ein Kaufverhalten, das ich in 25 Jahren erst zweimal erlebt habe. Memento mori Etwa ein halbes Jahr später starb auch die ehemalige First Lady, und die faszinierendste Geschichte meiner Laufbahn fand ihr recht trauriges Ende durch meinen Besuch am Grab der beiden Kiesingers.
da es öfter vorkommt, dass kunden andre kunden und nicht mich für den antiquar halten, sage ich gern: "Sie sehen offenbar antiquarischer aus"
morgens suche ich "schlechte fotos" für je 10 cent zusammen, mittags kriege ich ein buch herein aus der bibliothek des erziehers von queen victorias jüngstem sohn.
antwort: Man müsse "manuel" überweisen. ich so: "nicht manuel, MIR"
wg des verkaufs von adidas, zu dem auch eri-ma gehört. den nachlass von dessen gründer, eri-ch ma-ck, hab ich versteigert.
machte mein bester kunde sein testament, in dem er seine frau enterbte, was ich vor ihr und seinem sohn erfuhr.
Gerade hab ich vom fahrrad aus meinen alten lateinlehrer wiedererkannt, bei dem ich vor hecksakt 40 jahren meinen 1. unikurs absolvierte, das kleine latinum, vorgeschrieben für pfarramt. Später hängte ich diesen berufswunsch an den nagel und studierte latein, wodurch ich der erste gewesen sein dürfte in der geschichte der uni TÜ, der diese sprache studierte, ohne sie auf der schule gelernt zu haben. Dr.Albrecht Locher berichete soeben, er habe mich schon oft erwähnt als paradigma dafür, dass man auch ohne schullatein diese sprache noch sehr gut lernen könne. Dass trotzdem nichts rechtes aus mir wurde, ist bekannt.
"Wer mich ablehnt, der ist von der Geschichte gerichtet"! da darf ich hoffentlich mit einem milden urteil rechnen, der ich in blochs wohnzimmer war und seiner witwe etwas verkaufte habe.
gerade war ein italiener hier und kaufte 1 billigausgabe von manzonis hauptwerk, das gleichzeitig der italienischen vereinigung einen entscheidenden anstoß gab. wie strahlte er, als ich berichtete, dass ich die erstausgabe davon gehabt hatte, und wie strahlte ich, als ich von einem fünfstelligen erlös erzählte.
eine mir sehr liebe kundin hatte bei mir eine puppe gekauft für ihre schwester und schreibt: (suevismen von mir übersetzt): "Hallo Leon: die Puppe war der Hammer. Meine Schwester war total weg - und der Clou: sie hat einen Käthe-Kruse-Katalog von 2006 hervorgeholt, in dem sie damals genau diese Puppe als Wunsch angekreuzt hatte. Es kam dann nicht mehr zum Kauf, weil plötzlich ihr Mann verstorben ist und sie dann ihren Wunsch vergessen hat. Also, das ist echt wahr und ich hab's Kreuzle beim Foto im Katalog ...gesehn. Ich glaub, ich hab ihr noch nie eine größere Freude gemacht.." und das ganze für 80% unter neupreis!
der identifizierung von werken, kam ich bei einer bezeichnung "Lino de MEYSTRE" nicht weiter, bis ich merkte, dass so nicht der künstler heißt, sondern dass das 1 linolschnitt von Charles MEYSTRE ist.
bei mir staple ich archäologiebücher zufällig neben studentica, also büchern z.b. über studentenverbindungen. gerade fiel 1 stapel um. beim neuaufstapeln musste ich bei dem titel VERSUNKENE KULTUREN echt kurz überlegen, auf welchen turm der gehört
die im spanienurlaub 3 antike stühle kaufte, wie sie daheim schon 3 hatten. zurückgekehrt merkten sie, dass in ihre wohnung eingebrochen worden war und sie ihre eigenen stühle gekauft hatte. ich glaube das ohne weiteres, wurde mir doch mal was in villingen gestohlen und 1 jahr später in tübingen in meinem eigenen laden auf den tresen gelegt.