als antiquar mit dem ohr am puls der zeit hab ich jetzt fotos von lotte wehlan und märchenillustrationen von hansdieter app
darunter 1 orig. radierung von lovis corinth: „bildnis eines lesenden mannes“. Ich weiß noch genau, wann der kunde es um 1983 erwarb
benannt nach der dort tätigen künstlerin. jetzt erwarb ich etliche zeichnungen von ihr und verkaufte gerade eine, aber nicht wg rupp, sondern wg der rückseitigen kinderzeichnung von anneliese mörike, einer verwandten eduards. eine junge frau hatte mir vor jahrzehnten berichtet, dass sie mit beiden verwandt ist, und freut sich nun über die zeichnung ihrer urgroßmutter. die rupp ist hier grundlage meines preises, der verkaufserfolg verdankt sich aber der kleinen anneliese.
kundin nimmt 1 möbel zur ansicht mit (kauf auf probe) und will meiner enttäuschung vorbauen, indem sie ankündigt, dass sie mich eventuell bald wieder besuchen müsse. ich beziehe das auf die rückgabe und sage: "das werd ich verkraften". sie bezieht dies wiederum auf sich und sagt: "das war jetzt aber nicht sehr charmant".  das erinnert mich an eine anekdote, die r.v. weizsäcker erzählt. jmnd aus seiner familie geht zum bäcker, kauft was und hat nicht genügend geld dabei. sagt der verkäufer, er könne ja nächstes mal zahlen. sagt der käufer: "und wenn ich in der zwischenzeit sterbe?" bäcker: "dann isch au nedd viel he" ( = Kaputt/verloren)
die mitarbeiter des stadtarchivs münster dürften sich wundern, wenn sie nachher meine ansage abhören, bei der ich von einem onanierenden schüler rede: ich lese gerade das unveröffentlichte schultagebuch eines lehrers um 1970. ein in der schwimmstunde ertrunkenes kind taucht da auf, ein mädchen mit trichotillomanie, ein trinkender vater, ein unangenehmer schulleiter, ein onanierender schüler, vandalismus, blödsinnige erlasse, aber auch erfolgserlebnisse u.v.a. Ich würde gern mehr solche individuellen erlebnisse lesen.
die kellnerin heißt LINEA. frage sie, ob sie den spruch von horaz kenne: "nulla dies sine LINEA", d.h. "kein tag ohne LINEA=LINIE = geschriebene zeile" (als motto seines schriftstellerlebens). natürlich kannte sie ihn nicht und nahm nicht mal mein angebot in anspruch, ihn ihr aufzuschreiben. erinnert mich irgendwie an das bücherüberangebot in meinem laden
Sich im laden beraten zu lassen und dem händler die zeit zu stehlen, weil man anschließend im netz bestellt, muss jede/r mit seinem gewissen abmachen. Aber mir kommt es öfter vor, dass ich um auskunft gebeten werde mit dem ausdrücklichen hinweis, man wolle die sache auf dem flohmarkt oder bei ebay selbst verkaufen. So auch heute nacht. ich bin gespannt, ob ich die verlangte schätzgebühr bekomme.
was mich überraschte, mind. ein halbes dutzend zu meiner kundschaft, sei es selbst, sei es durch andere familienmitglieder.
In der Debatte um den angeblichen Halbritter-Schatz, den die KSK der Stadt vermachte, der aber in Wirklichkeit nur aus Reproduktionen besteht, schreibt Herr Triebold am 6.5., ich hätte „erfolglos“ versucht, mich wg. „Laugenrückständen“ bei der Bank „schadlos zu halten.“ Dies ist nicht richtig, da vor dem Oberlandesgericht ein fünfzigprozentiger Vergleich abgeschlossen wurde. Man könnte also mit demselben Recht von einem Erfolg meinerseits sprechen. Ebenso werte ich das Schreiben der Generalstaatsanwaltschaft vom17.6.2013 als Erfolg, wonach „das Ermittlungsverfahren tatsächlich Anhaltspunkte für betrügerisches Verhalten des Beschuldigten“ (bei der KSK) „hervorgebracht hat“. Wieso Herr Triebold in seinem Übrigens dann ausgerechnet den Kunsthandel in schlechtes Licht zu rücken versucht, ist mir unklar. Klar hingegen ist, dass er falsch Algorhythmus schreibt statt Algorithmus. Bei einem seiner nächsten Besuche hier biete ich ihm daher gern eines meiner 200 Rechtschreibwörterbücher an. --
gestern öffnete ich für einen kunden ein möbel und stieß dabei auf vergessene bücher, die ich dort letztes jahr verstaut hatte. die freude eines kindes beim finden des osternests kann kaum größer sein. die bücher waren übrigens aus dem nachlass der frau, die als einzigen tagebucheintrag hinterlassen hatte, dass ihr der käsekuchen vom autodach gefallen sei.
soeben habe ich ein buch vor mir eines italienischen autors. Die bibliothek des übersetzers ist bei mir, der herausgeber war mein italienischlehrer, wg eines werks des illustrators stand ich mal vor gericht, mit dem verleger habe ich mich vor ca 30 jahren überhaupt nicht verstanden, weshalb ich einen eigenen verlag gründete, und bei dem drucker des buchs ließ auch ich mein 1. verlagsprodukt drucken.
in einem mir vorliegenden buch zur olympiade 1936 aus dem jahr zuvor schreibt ein von der olympischen idee durchglühter heiße worte der ermunterung an eine teilnehmende sportlerin namens gertrud. Die adverbien citius altius fortius, das motto der olympiaden, übersetzt er jeweils falsch. Seine daraus gezogenen schlüsse schadeten aber der ermahnten nicht, falls es sich um gertrud meyer handelte, denn sie gewann gold. Trude Meyer – Wikipedia Trude „Trudi“ Meyer (* 13. Juli 1914 in Hannover; † 23. Oktober 1999 ebenda) war eine deutsche Kunstturnerin und Olympiasiegerin.[1] de.wikipedia.org
sie schreibt auf facebook: "soeben erlebt, erstaunlich und garantiert wahr (solche Zufälle KANN man garnicht erfinden): Wir waren letzte Woche beim Thomas Leon Heck, zusammen mit einem Freund, einem Journalisten (im Unruhestand). Dort erstand ich ein Buch, die Kalendergeschichten von Johann Peter Hebel. In diesem Buch lag eine stark vergilbte und etwas zerfledderte Zeitungsseite vom 24.2.1982 mit einem Artikel über Johann Peter Hebel. Und neben diesem Artikel gab es auf dieser Seite einen weiteren Artikel, und zwar über das Keltentor in Erkenbrechtsweiler (Schwäb. Alb) samt Foto - und der Verfasser: just DIESER Journalist, der mit uns beim TLH war als ich das Buch kaufte. Das bestätigt die Aussage vom TLH, dass er in alten Büchern oft interessante und spannende Zettel, Briefe, Aufzeichnungen etc findet. Mr sodds net glaubâ... s isch a Wonder, währle wôhr!"
im moment bearbeite ich die soeben eingetroffene bibliothek eines professors für sportwissenschaft. darunter befindet sich das "Lexikon der Ethik im Sport". darin bin ich mit meinem buch "Das Prinzip Egoismus" öfter erwähnt. schön, dass ich das auch mal erfahre.
ich könnte mit ihrem intimleben zu tun gehabt haben, da ich die pornos in schalck-golodkowskis auktionshaus bewertete, von dem Erich Honecker die filme bezogen haben soll
dass die stadt reutlingen 1996 eine fälschung auf ein ausstellungsplakat gesetzt hat, was ich hätte verhindern können, wenn man mich gefragt hätte. dass die stadt tübingen mit einem angeblichen schatz vor die presse tritt, den ich aus 10 km entfernung als reproduktion entlarvte, was ich vorab hätte sagen können, wenn man mich gefragt hätte. (heute bericht im schwäb. Tagblatt)  
er spielte in meiner jugendzeit die tv-rolle eines gewissen „jones“, weshalb wir unsren ihm ähnelnden mathelehrer jones nannten. Jahrzehnte später kam er in meinen laden, trug sich ins gästebuch ein und kaufte. Die ware ließ er sich ins hotel bringen. Meine frau ging mit, aber er hatte frisch verheiratet kein auge für sie. Jahre später dasselbe: er kam, kaufte und ließ sich ins hotel beliefern. Diesmal war er aber frisch getrennt und hatte plötzlich ein auge für meine frau. Da sie nicht so reagierte, wie er sich das offenbar erhofft hatte, kam er zu mir nie wiede
ist meine kunde. ebenso die schwiegermutter des richters, die mich verdächtigte, ihre silberlöffel gestohlen zu haben, die sie aber zum glück wieder fand.
den in mexico lagernden eigenhändigen briefwechsel zwischen ernst jünger und der tochter des literaturnobelpreisträgers octavio paz, der mir angeblich als einzigem händler hierzulande angeboten wurde, habe ich nun doch nicht erworben. princeton soll den zuschlag bekommen haben. zeitgleich erhalte ich aber den gedruckten briefwechsel zwischen jünger und rudolf schlichter, in dem auch eine bekannte von mir erwähnt wird. ca 2000 meter weiter liegt jüngers einstiger verlag, den ich vor über 3 jahren aufgelöst habe, darunter hunderte jünger-ausgaben.