ich habe neulich hier als neueingang eine bezaubernde hinterglasikone um 1830 mit der hl. magdalena gemeldet, die bald ein kollge erwarb. ich verpackte sie ihm stoßfest, er legte sie auf den beifahrersitz. durch die fernbedienung der türöffnung kam es, dass seine frau stunden später einstieg, bevor er es tat, und sich voll draufsetzte. totalschaden. ich darf gar nicht dran denken.
Gerade zeichne ich eine sehr gute kunstbibliothek aus, die gestern kam. Darunter ein buch KARL RÖSSING UND SEINE SCHÜLER. Darin 1 kapitel über fritz meckseper, dessen ältestes werk ich neulich an den kunden xy verkaufte, was ich in das buch hineinschreibe, das ich behalten will. Minuten später ruft der kunde xy an.
armin meiwes hat einen mann auf dessen wunsch getötet und z.t. verspeist. Zur zeit der gerichtsverhandlung besaß ich eine juristische dissertation, die die sittenwidrigkeit einer solchen einverständniserklärung bezweifelt. Ich wies den anwalt von meiwes darauf hin, der sie offenbar nicht kannte! Sein fax habe ich noch. Als ich aber einen eigenhändigen bestellschein des täters aus dem gefängnis dafür verlangte, hörte ich nichts mehr. der prozess wäre damit vielleicht anders verlaufen
Gestern brachte ein kollege ein emailleschild: ca 100 jahre alte werbung der m.W. einzigen fabrik im nachbardorf. Sie lieferte gaddafi einen wesentlichen teil seiner palasteinrichtung. Die tochter des inhabers arbeitete als schülerin bei mir. Es war immer etwas besonderes, wenn sie von ihrem vater im jaguar hierher chauffiert wurde, dann für ein paar € lohn bücher sortierte und schließlich wieder von ihm abgeholt wurde
Zum heutigen 200. geburtstag von otto von bismarck, dem nach einer umfrage bedeutendsten deutschen: Ich besitze bismarcks ehrendoktordiplom der uni TÜ. Das schwäbische tagblatt hat vor vielen jahren darüber berichtet, der journalist ist schon lange tot, das seltene stück habe ich noch immer. Ebenso wie ein ganzes regal voll bismarck-literatur. Einem urenkel bismarcks legte ich in meinem laden die große auswahl meiner bismarck-porträts vor. Auf einem blatt war der kanzler im kreis seiner familie dargestellt. Der nachkomme wies auf ein mädchen hin und sagte: “das ist meine großmutter“. Einen solchen satz habe ich angesichts eines alten stichs von mir nie wieder gehört. Als das gespräch auf leni riefenstahl kam, sagte er, der sie wohl kannte, witzigerweise: „wir nannten sie die reichsgletscherspalte“. sein sohn hat nach seiner operation wg hirntumor als erstes, wie er sagte, meinen laden aufgesucht! wenige monate später starb er.