Vor fast genau 10 jahren ermittelte die kripo reutlingen wg eines aus der jos-weiß-schule gestohlenen gemäldes, das paul beuttner von dem namengebenden bürgermeister jos weiß gemalt hat. Auf seiner recherche kam einer beamter auch zu mir als in RT ansässigem kunsthändler und fragte, ob mir das bild angeboten worden sei. Ich sagte nein und fragte ihn, ob er denn ein foto des gemäldes habe. Er verneinte. Meine triumphierende antwort: „aber ich!“ da ich den nachlass des malers gehabt hatte, musste ich nur in mein archiv gehen und konnte der polizei ein foto leihen, das dann in lokalzeitungen veröffentlicht wurde. Vor wenigen minuten nun rief mich die schulleiterin an und fragte, wer die urheberrechte an beuttner habe, da sie dieses gemälde, das bei ihr im lehrerzimmer hänge, reproduzieren wolle. Ich konnte ihr die adresse der rechteinhaberin nennen. Von dem angeblichen diebstahl wusste sie aber nichts, da sie erst seit 5 jahren im amt ist. Nun interessiert mich brennend, ob irgendein trottel das bild damals in die besenkammer gestellt hatte und andere deswegen die polizeilichen und medialen pferde scheu machten oder ob das gemälde tatsächlich wieder aufgetaucht ist. gerade rief mich die kripo an: das gemälde ist wenige monate später (im juni 2003) bei einer räumung sichergestellt und der polizei als verdächtig gemeldet worden, so dass es nun zu recht wieder am alten platz hängt!
Da es inzwischen schick ist, außerhalb, aber sogar innerhalb des facebook-zoos diesen zu kritisieren, will ich ihn mal ganz antizyklisch loben: auf meiner persönlichen homepage www.thomasleonheck.de habe ich 150 echte kommentare erhalten und etwa 3000 (dreitausend !) spams, die alle einzeln erkannt und von hand eliminiert werden müssen. Bei FB habe ich sehr viel mehr kommentare erhalten, darunter KEINEN einzigen spam. Wie machen die das? Jedenfalls vielen dank dafür.
Aus würzburg kamen 2 intellektuelle, um mit mir persönlich über meinen autor hans burkhardt zu reden, dem ich mein wertvollstes buch verdanke, den aphorismenband „vom selbstmord des selbstseins“. sie planen, eine homepage für ihn zu erstellen. Von all meinen 5 berufen (versteigerer, verleger, kunsthändler, antiquitätenhändler, antiquar) ist der des verlegers sicher der angesehenste. Insofern verdanke ich dem beruf einiges, besonders unter pr-aspekten, von einem eintrag in kindlers literaturlexikon oder im who is who über eine fast ganzseitige rezension in le monde u.a. medienerfolge, aber auch wirtschaftliche gewinne (dies allerdings nur für die wenigsten meiner bücher). Doch inhaltliche wirkung auf leser zu haben, ist noch einmal etwas ganz anderes. So schrieb mir einer der würzburger: „Hab gerade die ‚verlorene Wirklichkeit’ beendet (Anm. von mir: ein anderes buch von burkhardt), und wieder mal sitz ich mit jener Mischung aus Verblüffung, Bewunderung, Betroffenheit und Glück davor, die mich bei HB ständig überkommt.“ Zu schade, dass ich nicht mehr leser erreiche mit meinen verlegerischen aktivitäten.
bin ich 4x mit schlittschuhen über meinen hof geglitten! morgen, wenn kunden kommen, werd ich streuen müssen.
diese woche bekam ich folgende mail zu einem ebay-objekt von mir (foto einer musikklasse in trossingen mit einer offenbar identifizierbaren, inzw. alten dame drauf): "Guten Morgen, immer noch lebt die Dame vorne in der ersten Reihe. Aber für soviel werde ich das Bild nicht kaufen. Machen Sie mir doch endlich mal ein Angebot, das im Preis vernünftig ist. Ich habe doch schon mehrmals angefragt. Die Dame ist inzwischen 88 Jahre alt. Lange kann sie sich nicht mehr über das Bild freuen...... Schönen Tag noch Moni". Wär die mail nicht so unverschämt, hätte ich sogar geantwortet, und zwar: "da sollten Sie sich vielleicht wirklich beeilen, wenn Sie der dame noch eine freude machen wollen"
ich hab gerade auf der facebook-seite von mon cheri folgendes gepostet und bin gespannt, wie lang die das stehen lassen: "meine oma hat mir mal eine packung mit angebissenen mon cheri geschenkt, die ich nicht mal unangebissen mag"
ich habe gestern dem kabarettisten eckart von hirschhausen geschrieben: "dass Sie im selben jahr wie boris becker geboren wurden, hebt nicht gerade den durchschnittlichen IQ dieses jahrgangs. trotzdem wage ich, Ihnen 2 fehler in Ihrem buch "die leber wächst mit ihren aufgaben" nachzuweisen..."
Gerade habe ich mit einer frau telefoniert, die vor genau 57 jahren porträtiert wurde. Das porträt bekam ich gestern herein, und da es bezeichnet ist, fand ich die als junge schönheit dargestellte heraus. Jetzt bin ich gespannt, ob sie es erwerben will.
An die adresse derer, die immer glauben, man könne im laden eines profis keine schnäppchen machen: gestern entdeckte ein kunde bei mir eine massive silberne vase für 1€! Ich war bei einem so scheußlichen stück offensichtlich gar nicht auf die idee gekommen, dass die aus edelmetall sein könnte.
Dass ich in einer amtlichen broschüre als „antiquator“ bezeichnet wurde, habe ich schon mitgeteilt. Den fehler habe ich vor erscheinen korrigiert. Anders der fall des gustav schwab in gomaringen. Auf der abbildung der heute erschienenen broschüre des landratsamts tübingen über literarische stätten im steinlachtal hat man sein porträt mit dem ludwig uhlands verwechselt. Liest da keiner korrektur?
Vor etwa 1 stunde verkauften wir bei ebay einen holzschnitt, der mit paypal auch sofort bezahlt wurde. Als schnelle versenderin ging meine frau gleich zur post mit dem blatt. Anschließend trat der käufer vom vertrag zurück, da er erst jetzt bemerkt hatte, dass ihm die darstellung zu klein ist. ich rufe also meine frau auf dem handy an, wo ich sie nicht erreiche. Als sie mich später zurückruft, kommt sie gerade von der post. Direkt davor hatte sie meinen anruf erhalten, dabei war aber der akku ausgegangen! Jetzt ist das blatt erst mal unterwegs.
Heute bekam ich aus dem speiseservice von kaiser wilhelm II einen massiv silbernen platzteller herein, in den rückseitig neben dem datum 1916 eine gewichtsangabe eingraviert ist! teller aus demselben service, aber aus früheren jahren, tragen diese angabe nicht. Nun frage ich mich, ob man mitten im krieg im hause hohenzollern den gästen misstraute oder den bediensteten oder dem volk, so kurz vor der revolution. Jedenfalls ein pikant-kurioses detail.
Während ich mich wundere, wenn 65jährige auf  käufe für sich selbst verzichten, da sie nicht wüssten, ob „das den kindern gefällt“, und sich so freiwillig bereits unter deren vormundschaft stellen, hatte ich jetzt einen 93jährigen kunden im laden, der noch immer alte radios sammelt.