wenn ich frühmorgens mir hunderte bücher hernehme, um sie auszuzeichnen und mich bei interesse ein wenig darin festzulesen.
mit dem gesamten WELTKUNST-heft, in dem er veröffentlicht wurde. mein artikel über keller-reutlingen war auf dem foto abgebildet. so wie alle sachen, die ich verfasst habe, der große renner sind, bot auch hier außer mir niemand mit, weshalb ich das heft für 1€ erwarb (sogar das porto lag höher). jetzt will ich es einem milliardär schenken, der das in dem artikel abgebildete gemälde bei mir erworben hat.
dass kunden, die etwas verkaufen wollen, nicht nur oft anders aussehen, sondern sogar auch schneller auf mich zukommen als solche, die etwas zu kaufen suchen, da die meist nicht genau wissen, was sie erwartet, was das tempo von anfang an mindert. obwohl die 1. anwendung meiner these nach veröffentlichung dieses blogs prompt falsch war, würde ich doch wetten, dass ich signifikant häufig richtig liege mit meiner einschätzung.
lieber saitenwurst als saitenspiel
von sachen aus dem nachlass der oma. auf dem 1. foto: altpapier, 2. foto: flohmarktware etc. etc. Doch 1 bild zeigt ein RICHTIG wertvolles kunstwerk von nay, das im falle der echtheit einen fünfstelligen wert hätte. ich zeige mich also interessiert. die anbieterin kommt aber erst nach monaten! da habe ich die sache schon fast vergessen. sie bringt aber nur ware der unteren preisklasse mit. ich biete an, den rest zu taxieren. zu einem schätzauftrag kommt es aber leider nicht. ich verkaufe ein objekt der kundin im auftrag innerhalb weniger tage und hoffe, nun auch den rest zu kriegen mit dem joker. doch auch beim nächsten mal bringt sie wieder nur unspektakuläres. als ich nach fast einem jahr etwas deutlicher nach dem nay frage, ohne den namen zu nennen, erklärt sie, jemand aus der erbengemeinschaft habe offenbar das bild aus der wohnung der oma mitgenommen. ich rate ihr, sich das nicht einfach gefallen zu lassen, da es möglicherweise sehr wertvoll sei. nun ruft mich vor einigen tagen ein stammkunde an:"was bringt ein aquarell von nay?" ich:"10 000-30 000 €. wieso?" "ich hab da einen auf dem flohmarkt gekauft für 30€!" (ca 50 km vom nachlass entfernt.) vor einigen minuten nun legt der stammkunde mir den nay vor, hinter dem ich seit 1 jahr hinterher bin: es ist ein druck! dies konnte man auf dem foto natürlich nicht sehen. doch allein die tatsache, dass genau das ersehnte bild mir nun doch endlich noch präsentiert wird (es ist am rahmen eindeutig zu identifizieren), ist schon erstaunlich. und ärgern muss ich mich so wenigstens auch nicht.
dabei kam mir vor wenigen minuten ein kunstlexikon in die hände, in das der frühere besitzer unter dem stichwort THEODOR WERNER einen ganzseitigen artikel des reutlinger GEA über meine entdeckung eingelegt hatte, dass dieser jettenburger maler, der sogar im MUSEUM of MODERN ART in new york hängt, auch länger im kreis reutlingen gelebt hat. leider hat der ausreißer den artikel nicht kommentiert, wie mir das mal bei meinem besten kunden passiert war: ich hatte, auch im GEA, einen artikel geschrieben über "die bibliothek von hap grieshaber als grundlage eines psychogramms". da ich den sachverstand meines kunden sehr schätzte, fragte ich ihn nach seiner meinung über diesen artikel und war zufrieden mit der antwort. nachdem er aber (am 2.2.2004, den todestag meiner mutter kenne ich nicht auswendig) gestorben war, fand ich den GEA-artikel in seinem nachlass, den ihm eine konkurrent von mir zugesandt hatte mit der randbemerkung "peinlich". mein kunde hatte daruntergeschrieben: "stimmt!". das was nicht gerade erfreulich, aber sehr aufschlussreich.
das ding ersetzt die bisherigen tan-listen auf papier, funktioniert aber nur im halbdunkel, so dass ich die mir angezeigte tan nur lesen kann, wenn ich die tischleuchte ausmache und eine taschenlampe an! ähnlich empfindlich dürften die meisten e-books sein. wer die heute so euphorisch begrüßt, mit dem würde ich wetten, dass sie schon in wenigen jahren nicht mehr lesbar sind! jedenfalls kann das neue medium sicher nicht mit dem gedruckten buch mithalten, von dem ich vor einiger zeit ein exemplar von 1478 in der hand hielt: wunderbar lesbar!
vorgestern stolperte ich beim betrachten des roten vollmonds über eine anhängerdeichsel (und da heißt es immer, wir männer seien unromantisch), gestern hab ich extreme übelkeit gehabt (wg wetterfühligkeit, nicht was Sie denken), heute ist mir die wasserleitung in meiner halle eingeforen und ich habe meine 2. negative ebay-bewertung bekommen. die 1. bekam ich von einem kunden, der 2 adressen angegeben hatte. als die ware an der 1. nicht ankam, gab er OHNE rückfrage bei uns gleich eine schlechte bewertung, die er aber immerhin zurücknahm, als er feststellte, dass die ware längst an seiner 2. adresse angekommen war . (wir haben ihn trotzdem gesperrt. mit solchen leuten gibt es nur ärger). nun gibt es da eine frau "zsuzanna-anna goetze von kleve" aus chemnitz, die ein und denselben kleve-stich bei uns 3x gekauft hat, jedesmal unter einem anderen namen, aber nicht ein einziges mal bezahlt hat. einmal schrieb sie sogar unverschämt: "wo bleibt meine ware?", wir fragten nur zurück: "wo bleibt unser geld?" nun hat sie uns OHNE grund negativ bewertet, während wir sie als käuferin nur positiv bewerten können, dank der vorgabe von ebay! das ganze ist ein alptraum. nun hat dankenswerterweise ebay die negative bewertung herausgenommen. bei über 3000 verkäufen und 2200 positiven bewertungen waren diese beide gelöschten unsere einzigen negativen.
das geschenk, das er dabei von OB palmer bekommt: vier bücher, die udes vater karl verfasst und dem tübinger verleger katzmann gewidmet hat, dessen archiv ich jüngst übernommen habe. boris palmer nannte das von mir eine "super idee". ich würde lediglich sagen, eine g-ude.
am liebsten in einem sarg aus dem altpapier aus meinen eigenen büchern! (bitte um abstimmung unten rechts, wie SIE diese idee finden.) doch schon wenige stunden später erfuhr ich, dass hierzulande nur särge aus massivholz erlaubt sind! verfluchte bevormundung von der vorgeburt bis über die bahre hinaus. ich müsste mich also z.b. nach frankreich in ein krematorium fahren lassen. aber ich reise doch so ungern. ein kompromiss bis zur änderung der gesetzeslage wäre, die für den sarg ebenfalls vorgeschriebene einlage aus papierfetzen von büchern zu machen, die dem verstorbenen wichtig waren. (natürlich nur die, die eh kein antiquar will...)
von christian wulff bekomme ich gerade herein einen artikel ausgerechnet über "ETHOS des 21. Jahrhunderts" (zeitschrift MUT v. okt. 2006). darin zitiert unser oberster MUT-bürger den novalis: "jeder hat anspruch auf alles". dass Sie, herr bundespräsident, dies verkörpern, ist inzwischen hinlänglich bekannt. aber nun melde ich mich mal mit MEINEN ansprüchen: ich habe - Ihnen zufolge- anspruch darauf, dass Sie endlich zurücktreten!
ein neuer NETTO-markt eröffnet, was für meinen umsatz hoffentlich "mehr brutto vom netto" bedeutet.