in walsers jüngstem roman MUTTERSOHN spielt ein kathol. "pfarrer anton" ein rolle, der lieber bücher und gemälde sammle als seelen. der reizende herr ist ein kunde von mir. in meinem gästebuch gibt er seinen namen preis.
ich erhielt jüngst eine email mit dem angebot eines antiken möbels. der anbieter schrieb: "als leihe hätte ich gern 200€". wollte er das stück bei mir beleihen? ich bin doch kein pfandleiher. nein, er meinte: "als LAIE". für solche leute eigentlich hab ich hier dutzende rechtschreibwörterbücher. das problem: er hat 1. kein problembewusstsein, dass er sich überhaupt irren könnte, 2. wenn er es hätte, würde er leihe nicht unter laie und umgekehrt finden,weil zwischen beiden woertern seitenweise andere stehen 3. wenn er es doch fände, würde ihm der fehler vielleicht noch immer nicht dämmern , weil sein wort ja "richtig" dasteht. man hat es nicht leicht als praeceptor germaniae